Tägliche Meditationen
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Dienstag,
30. August 2022

Gott gibt dir die Vollmacht

Dienstag der zweiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Andrea Heck

Lk 4,31-37
In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht. In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Einführendes Gebet: Jesus, ein Wort von dir genügt, um das Böse von dieser Welt in seine Grenzen zu weisen. Danke, dass du auch uns deine Vollmacht schenkst.

Bitte: Befreie uns, Herr, von allen Ketten, die uns hindern, ganz dir zu gehören. Sprich ein Wort und meine Seele wird gesund.

1. Jesus spricht mit Vollmacht. Ein einziges Wort reicht aus und die Menschen werden frei. Diese Szene kann für manche erschreckend wirken, aber auch heute möchte Gott uns von schlechten Bindungen und Einflüssen und von allem, was das Wirken seiner Gnade in uns behindert, befreien. Zum Glück ist das nicht immer so spektakulär wie in diesem Evangelium. Wir sind für ein Leben in Fülle geschaffen und nicht für ein Leben in Knechtschaft. Jede böse Absicht, jeder falsche Gedanke, jede Unversöhnlichkeit kann uns in Ketten legen und uns hindern, in der Freiheit Gottes zu leben.

2. Wir haben seine Vollmacht empfangen und dürfen sie ausüben. Diese Episode aus dem Leben Jesu ist sicher nicht nur dafür da, um uns zu zeigen, wie mächtig und entschieden Jesus in Wort und Tat auftrat. Sie zeigt uns auch, wie wir mit dem Teufel umgehen müssen, dass wir ihn erkennen und ihm gegenüber als getaufte Kinder Gottes selbstbewusst auftreten, ihn im Namen Jesu befehlen und aus unserem Alltag vertreiben können.

3. Der Teufel zittert, wenn wir unsere Würde und Vollmacht ausüben. Wir haben als getaufte Christen auch eine geistige Vollmacht und dürfen und sollten sie ausüben. Diese geistige Kraft beruht auf der Glaubensgewissheit, in Jesu Namen handeln zu können, weil wir durch die Taufe mit Christus gleichgestaltet sind und den Werken des Teufels in Freiheit widersagen können. So wird das Reich Gottes unter uns immer lebendiger werden.

Gespräch mit Christus: Jesus ich werde heute über meine Worte nachdenken. Lass uns frohe Zeugen des Wortes und der Liebe Gottes werden, die alles Böse besiegt.

Vorsatz: Meine Worte haben eine große Kraft. Deshalb werde ich sie heute bewusst einsetzen und werde darauf achten, wie ich über mich selbst und über andere spreche.

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