Tägliche Meditationen
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Dienstag,
4. Juli 2006

„Gott ist mit dir”

Dienstag der dreizehnten Woche im Jahreskreis

P. Robert DeCesare LC

Mt 8,23-27
Er stieg in das Boot, und seine Jünger folgten ihm. Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, so dass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See, und es trat völlige Stille ein. Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube, dass ich dank dir alles tun kann. Du kennst meine Bedürfnisse, schon bevor ich dich um etwas bitte. Mein Glaube ist so klein. Ich möchte im Glauben wachsen.

Bitte: Herr, schenke mir einen lebendigen, regen und erleuchteten Glauben.

1. „Herr, rette uns!”  Oft, Herr, wenn ich mich abmühe und mit Schwierigkeiten kämpfe, weiß ich nicht, wie ich es schaffen soll. Du bist in meinem Boot so nahe bei mir und trotzdem bin ich beunruhigt. Ich weiß nicht, ob alles gut ausgehen wird. Ich zögere, mich dir im Glauben anzuvertrauen, weil ich nicht vorhersagen kann, was geschehen wird. Darauf zu vertrauen, dass du mich durch alle Stürme hindurch bringen wirst, ist schwer, wenn ich mit Schwierigkeiten konfrontiert bin. Manchmal werde ich ängstlich. Ich drehe durch und schreie um Hilfe, statt zu glauben, dass du Macht über alles hast, und dass du mir helfen willst und mich durch alle Probleme gut durchbringst.

2. „Vertraue auf Gott und er wird handeln.”  Herr, du weißt, was ich brauche, schon bevor ich dich darum bitte. Du wirst mich nicht in die Irre führen. Ich erkenne, dass mir das Hoffnung und Vertrauen auf dich abverlangt. „Die Hoffnung ist vertrauensvolle Erwartung des göttlichen Segens und der beseligenden Gottesschau (KKK 2090). Du willst, dass ich die Hoffnung lebe. In Augenblicken der Not weiß ich nicht, was passieren wird oder wohin mich die Umstände bringen werden. Oft habe ich mangelndes Vertrauen in dich. In solchen Zeiten sollte ich mich daran erinnern, dass du mich nicht alleine den Stürmen, dem Wind und dem Meer überlassen wirst. Du hast mein Boot nicht verlassen. Du bist bereit zu helfen.

3. „Was für ein Mensch ist das?”  Kenne ich dich wirklich, Herr? Du bist hier im Boot, und kannst mit einem Befehl den Wind beruhigen und das Meer glätten. Wer außer dir kann so etwas Großes tun? Ist mir jemals deine Macht und Größe bewusst geworden? Wenn du so etwas Großes vollbringen kannst, was kann mich dann noch beunruhigen? Oftmals scheine ich deine Größe zu unterschätzen. Ich möchte dich auf mein Nichts herabholen, anstatt zu versuchen, zu deiner Größe aufzusteigen. Herr, du bist Gott. Du bist allmächtig. Ist dieses Wissen bis in mein Herz und meine Seele eingedrungen? Habe ich erkannt, dass du in deiner Größe und Majestät auf eine Gelegenheit wartest, für mich zu handeln?

Gespräch mit Christus:  Herr, ich glaube, dass du bei mir bist. Ich glaube, dass du mich nicht verlassen wirst. Herr, ich vertraue darauf, dass du mir in meinen Schwierigkeiten und Hindernissen hilfst und beistehst. Glätte die Wogen in meinem Leben und schenke mir Frieden.

Vorsatz:  Ich will heute, während des Tages drei bewusste Akte des Glaubens setzen.

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