Tägliche Meditationen
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Mittwoch,
13. Oktober 2021

Lasten, die belasten

Mittwoch der achtundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Maria Hemm, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Lk 11,42-46
In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden. Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken. Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.

Einführendes Gebet: Herr, ich komme und trete vor dich hin mit allem, was mich bewegt, und mit all meinen Lasten und Sorgen. Nimm sie an als Opfergabe und verwandle sie. Jetzt will ich erst einmal bei dir sein und dir diese Zeit schenken. Ich danke dir, dass du mich gerufen hast, dir jetzt und hier zu begegnen, so wie ich bin und wie ich komme.

Bitte: Vater, in Jesu Namen bitte ich dich, dass du mich durch die Kraft deines Geistes neu machst. Lass mich tiefer eintauchen in euer göttliches Leben.

1. Jesu Last. Es gibt so vieles, das uns belasten kann. Unser Alltag ist voll von Herausforderungen. Kreuze verschiedenster Art begegnen uns hier und da. Jesus verspricht uns, dass sein Joch sanft ist und seine Last leicht. Es ist eine Last, doch tragen wir sie nicht alleine. Durch ein Joch werden immer zwei Ochsen miteinander verbunden, damit sie gemeinsam auf dem Feld arbeiten. Jesus kennt dieses Bild. Er versichert uns dadurch, dass wir sein Kreuz immer mit ihm tragen werden. So dürfen wir erfahren, dass seine Last leicht ist, denn wir sind niemals allein.

2. Unsere Last. Es gibt Momente, in denen wir vergessen, auf Ihn zu schauen. Mit schweren Schritten bewältigen wir den Alltag. Doch wer wirklich überzeugt ist und erfahren hat, dass er geliebt und angenommen ist, dessen Lasten werden leicht und er lebt unbeschwert und frei. Wir verlieren so schnell die Sicherheit, dass Gottes uns liebt und somit auch die Liebe zu Gott. So bleiben wir oft bei Äußerlichkeiten und suchen die Wertschätzung unserer Mitmenschen auch im Geistlichen. Wir geben zwar den Zehnten, doch unser Herz ist nicht beim Herrn. Wir respektieren zwar unsere Mitmenschen, doch sehen wir in ihnen nicht unseren Bruder und unsere Schwester.

3. Bitte um Licht. Heiliger Geist, komm jetzt mit deinem Licht und deiner Kraft. Lass uns gemeinsam auf mein Leben sehen, auf meinen Alltag, auf den heutigen Tag. Zeige mir die Lasten, von denen du mich befreien willst. Lass mich deinen liebenden Blick erfahren. Lass mich sehen, was mich trennt von dir. Du willst mein Leben neu machen. Du willst deine Kirche erneuern. Ich bin Teil deiner Kirche. Erneuere mich heute. Komm mit deiner Liebe. Du lässt mich nie allein.

Gespräch mit Christus: Jesus, ich danke dir. Du lebst und du wirkst in meinem Leben. Du hast mich jetzt ein bisschen mehr dir ähnlich gemacht. Vielleicht spüre ich es nicht. Vielleicht ist es unscheinbar und verborgen. Doch ich vertraue dir. Du bist da.

Vorsatz: Ich will heute den Alltag mit dem Herrn an meiner Seite bewältigen und die Spuren seiner Gegenwart suchen.

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