Tägliche Meditationen
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Donnerstag,
19. April 2018

Schüler Gottes

Donnerstag der dritten Osterwoche
Hl. Marcel Callo, Märtyrer
Hl. Leo IX., Papst
Hl. Gerold, Einsiedler
Friedrich von Altzelle OCist, Märtyrer

Sarah Briemle, Gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 6,44-51
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

Einführendes Gebet: Herr, ich will in diesem Moment des Gebets mit meiner ganzen Person bei dir sein. Nimm meinen Verstand und richte ihn auf die Wahrheit aus. Nimm meinen Willen und richte ihn auf das Gute aus. Nimm mein Herz und richte es auf die Liebe aus.

Bitte: Gott, ich möchte von dir lernen. Ändere meine Denkweise. Gott, ich möchte dich sehen. Lass mich dich erkennen, wie du wirklich bist. Gott, ich möchte deine Liebe begreifen.

1. Von Gott lernen. Im Evangelium heißt es: "Und alle werden Schüler Gottes sein." Es kann vielerlei Gründe geben, weswegen man sich einen Lehrer sucht. Weil man die Schulpflicht oder die Voraussetzungen für ein Studium erfüllen muss, weil man Aussicht auf Berufschancen haben möchte oder weil man Interesse an einem konkreten Thema hat. Das alles können Beweggründe sein, die mich zum Schüler machen. Was aber, wenn es einen Meister gibt, der mein Leben komplett verändern kann? Was, wenn es einen Lehrer gibt, dessen Denkweise absolut alles besser macht? Was, wenn er mir Sinn und Freude verleiht? Was, wenn er für absolut jede Lebenssituation hilfreiche Weisheiten anzubieten hat? Würden wir nicht Schlange stehen, um seine Schüler sein zu dürfen. Gott wartet heute auf jeden von uns, um uns zu unterweisen. Er bietet Kriterien und Maßstäbe an, die mein Leben und diese Welt garantiert besser machen werden.

2. Gott sehen. Vor dem Sündenfall durften Adam und Eva mit Gott in dieser Welt ein- und ausgehen, vertrauensvollen Umgang haben. Irgendwie hat die Sünde uns Gott gegenüber blind gemacht. Wir können Gott nicht mehr so sehen, wie er ist. Doch Jesus, dessen Blick immer auf den Vater gerichtet ist, ist das perfekte und vollkommene Abbild Gottes. Er ist das Licht, das die Dunkelheit unserer Augen erhellt. Wir waren blind, doch in seinem Licht können wir sehen. In ihm können wir den Vater erkennen. Mit dem Blick auf ihn gerichtet, werden auch wir zum Licht für diese Welt. Wenn ich Gott sehe, strahle ich ihn aus. Ja, Menschen werden durch mich Gott schauen können: "Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten." (Psalm 34,6)

3. Sein Leben empfangen. Er gab sein Leben für mich. Jeden Tag neu vergegenwärtigt sich diese Hingabe in der Feier der heiligen Messe. Da ist jemand bereit, nichts für sich zurückzubehalten, nur damit ich leben darf. Was für ein Gott! Wie unendlich groß und unfassbar ist seine Liebe und so oft verstehen wir einfach gar nichts. Wir zweifeln an der Liebe und Güte Gottes, wir bezweifeln, dass Gott sich überhaupt für uns interessiert, wir feiern die heilige Messe wie einen Ritus, der Gott eben gefällt…Haben wir damit nicht den Kern der Sache völlig verfehlt? Gott hat sein Leben für mich hingegeben, damit ich leben kann! Welchen Dank, welche Freude, welchen Lobpreis sollte dieses Bewusstsein in mir wecken!

Gespräch mit Christus: Jesus, wie oft gebe ich mich doch mit einem mittelmäßigen Glauben zufrieden. Ich will nicht mittelmäßig leben. Ich will mehr! Ich will mehr von dir lernen, mehr von dir sehen, deine Liebe noch tiefer erfahren.

Möglicher Vorsatz: Ich will heute die heilige Messe besuchen und sie mit tiefem Bewusstsein leben.

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