Tägliche Meditationen
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Donnerstag,
3. Januar 2008

Lasst euch ermutigen!

Donnerstag in der Weihnachtszeit
Heiligster Name Jesus

P. Matthew Green LC

Joh 1,29-34
Am Tag darauf sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war. Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekanntzumachen. Und Johannes bezeugte: Ich sah, dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb. Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.

Einführendes Gebet:   Herr Jesus, ich weiß, dass alle Christen gerufen sind, dich mit ihrem Leben zu bezeugen und dem Weg zu folgen, den du uns gelehrt hast. Ich will dir ähnlicher werden und so werden, wie du mich haben willst. Verwandle mich durch deine Gnade!

Bitte:  Himmlischer Vater, stärke meinen Glauben, meine Hoffnung und meine Liebe. Erleuchte meinen Verstand, damit ich deinen Willen besser erkenne, wenn ich nun diesen Abschnitt aus der Heiligen Schrift betrachte. Gewähre mir die Gnade, dass die Betrachtung des Beispiels von Johannes dem Täufer mir dabei hilft, ein besserer Apostel Christi deines Sohnes zu werden!

1. Vertraut auf den Herrn und lasst euch von ihm führen. Obwohl Johannes der Täufer wusste, dass er als Vorläufer des Messias gesandt war, wusste er anfangs nicht, wer der Messias sein würde. Von dieser Ungewissheit ließ er sich aber nicht aufhalten. Er wusste, dass Gott einen Plan hatte und dass er darin einen Teil spielen sollte; sobald er wusste, in welche Richtung er gehen sollte, ging er, ohne sein genaues Ziel zu kennen. Manchmal würden wir gern den genauen Plan Gottes kennen, und wir zögern dabei, voran zu gehen, bis wir uns sicher sind, was wir genau tun sollen. Gott gibt uns aber selten einen genauen Einblick in seinen Plan, bevor wir losgehen. Er will, dass wir ihm vertrauen und mit dem Wissen, das wir schon besitzen handeln, und dass wir zuversichtlich sind, dass Gott seinen Plan zu einem guten Ende bringen wird. Das heißt nicht, dass wir nicht vorausplanen sollten, aber wir dürfen von Gott nicht verlangen, dass er uns in das Geheimnis seines „Masterplans” einweiht. Wenn Gott uns ruft, sollten wir ihm folgen, ohne Gottes Wege zuvor zu hinterfragen.

2. Der Heilige Geist ist unser Führer. Die Tatsache, dass wir Gott vertrauen sollen und ihm erlauben sollen, uns seinen Plan zu offenbaren, wie wir handeln sollen, verlangt von uns, dass wir auf sein Wirken in unserem Leben sehr aufmerksam sein müssen. Johannes der Täufer erkannte Jesus, weil er den Zeichen, die Gott ihm gab, volle Aufmerksamkeit schenkte: Der Heilige Geist offenbarte ihm, dass Jesus der Messias sei. Gott spricht normalerweise nicht durch Erscheinungen und besondere Zeichen zu uns; wenn wir aber wie Johannes offen für die Eingebungen des Heiligen Geistes sind und Gottes Willen in den Ereignissen um uns herum erkennen, werden wir trotzdem in der Lage sein, seinen Plan für unser Leben zu erkennen und zu erfüllen. Die wichtigste Zeit, in der wir Gottes Willen hören können, ist das Gebet, darum müssen wir uns in unserem Alltag die Zeit nehmen, wo wir ganz bei Gott sind.

3. Mit dem Unerwarteten umgehen. Als Johannes der Täufer merkte, dass Jesus der Messias ist, war das vielleicht eine Überraschung für ihn. Durch die Familien ihrer Mütter waren sie miteinander verwandt, und in ihrer Jugend haben sie sich wahrscheinlich gekannt, bevor Johannes in die Wüste ging. Trotzdem sagte Johannes deutlich, dass er nicht wusste, wer der Messias sei bis zu dem Moment, als der Heilige Geist Jesu wahre Identität offenbarte. Johannes hat wahrscheinlich wie alle anderen gedacht, dass Jesus ein Mensch wie alle anderen war, auch wenn er durch seine Gerechtigkeit und Frömmigkeit hervorragte.Wichtig ist, dass er nicht an der göttlichen Eingebung zweifelt. Vielmehr handelt er sofort danach und verkündet Jesus seinen Nachfolgern. Auch in unserem Leben kann Gott von uns Unerwartetes verlangen.Manchmal erkennen wir seinen Willen an Orten, wo wir es am wenigsten erwartet hätten. Wir müssen die Bereitschaft Johannes des Täufers vor Augen haben, um Gottes Hand zu erkennen und danach zu handeln, selbst wenn das das Gegenteil dessen ist, was wir erwartet haben.

Gespräch mit Christus:  Herr Jesus, deinen Willen in meinem Leben zu tun, kann manchmal sehr schwer sein. Selbst wenn ich meine zu wissen, was du von mir willst, kann es schwer sein, das zu Ende zu bringen ‐ besonders wenn es etwas ist, das ich nicht erwartet habe oder das von mir verlangt, meine Bequemlichkeit zu verlassen. Ich will aber deinen Willen tun, Herr. Schenke mir denselben Geist der Gelehrigkeit und Hingabe, wie Johannes der Täufer ihn besaß!

Vorsatz:   Heute will ich im Gebet meine persönliche Entscheidung, immer Gottes Willen für mein Leben erkennen und befolgen zu wollen, erneuern. Ich will versuchen, die Eingebungen, die der Heilige Geist mir gibt, um mich auf den rechten Weg zu führen, zu befolgen.

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