Tägliche Meditationen
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Montag,
9. Juni 2008

Authentische Christliche Kriterien

Montag der zehnten Woche im Jahreskreis

P. Thomas Moylan LC

Mt 5,1-12
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie.

Er sagte:Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

Einführendes Gebet:   Herr, ich glaube an dich mit ganzem Herzen, denn ich weiß, mit dir vermag ich alles. Ich hoffe auf dich mit kindlichem Vertrauen. Ich liebe dich, denn du allein bist mein Herr und Gott.

Bitte:  Herr, befreie mich von meinen Ängsten, damit ich dir folgen kann.

1. Christliche Kriterien. Unser Herr stellt seinen Heilsplan vor, und sein innovatives Programm wider-spricht unserer weltlichen Vorstellung von dem was wichtig ist. Er nennt „selig” die Trauernden, die Gewaltlosen und die reinen Herzens sind. Was nach weltlichem Ermessen als Schwäche gilt oder unbedingt zu meiden ist, das ist bei ihm der Weg zur Heiligkeit. Er setzt andere Kriterien an: Nicht wie die Welt es sieht...

2. Beziehe Stellung. Christus segnet die Tugendhaften, die Ehrlichen und Anständigen. Er segnet die Barmherzigen, die Verzeihenden und Mitfühlenden, die Gütigen und Selbstlosen. Gibt es in meinem Leben etwas, was sich diesem Ruf zur Heiligkeit widersetzt? Was hat in meinem spirituellen Leben Vorrang? Christus lädt uns ein, einen Standpunkt zu beziehen, einen christlichen Standpunkt, so wie er seine ersten Jünger einlud, durch ihre Lebensführung ein Beispiel für andere zu sein.

3. Christliches Heldentum. Christus lädt uns ein, um seinetwillen Beschimpfungen, Verfolgung und Verleum-dungen auf uns zu nehmen. Er fordert uns auf, die andere Wange hinzuhalten, unseren Feinden zu vergeben und für sie zu beten. Dieses „um seinetwillen” hat durch die Jahrhunderte die Herzen zahlloser heiligmäßiger Menschen gewonnen. Nur wenn wir die segnen, die uns Leid zufügen, können wir Christus wahrhaft lieben; und wahrhaft heldenhaft im christlichen Sinne ist es, denen zu vergeben, die uns verleumden. - Klatsch kann Leben zerstören. Es ist ja so leicht, andere zu kritisieren und zu verleumden. Von uns soll Klatsch und Tratsch nie weitergegeben werden.

Gespräch mit Christus:  Ich danke dir, Herr, dass du mir sagst, was für mich auf meinem Weg durch dieses Leben wirklich wichtig ist.

Vorsatz:   Ich werde die Ketten der Angst sprengen, die mich daran hindern, Christus nachzufolgen.

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