Tägliche Meditationen
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Montag,
28. Januar 2019

Herr, befreie uns von allem Bösen

Hl. Thomas von Aquin, Kirchenlehrer
Gedenktag

Karl der Große
Hl. Manfred von Riva

P. Leonhard Maier LC

Mk 3,22-30
In jener Zeit sagten die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Form von Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und mit sich selbst im Streit liegt, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus eines starken Mannes einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er den Mann nicht vorher fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern. Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.

Einführendes Gebet: Mit beiden Beinen stehst du auf dem Boden und bist klar in deinen Gedanken, Jesus. Du bist die Wahrheit und letztlich kann es nichts geben, was offensichtlicher ist als du. Erleuchte mich jetzt mit dem Licht deiner Wahrheit!

Bitte: Gib mir Klarheit, damit ich heute deinen Willen erkennen und erfüllen kann!

1. Feinde Jesu. Hasserfüllt und mit einer zerstörerischen Agenda begegnen sie Jesus: In diesem Fall sind seine Feinde gelehrte Menschen. Viel haben sie über Gott gelesen, doch jetzt, da sie ihm begegnen, sind sie nicht fähig, ihn zu erkennen. Wie krank muss ein Mensch sein, wenn er dem Urheber seines Lebens feindlich gegenübersteht! Aus eigener Kraft kann der Mensch sich nicht retten und das Gefühl dieser Bedürftigkeit äußert sich manchmal in leidenschaftlichem Hass gegen Jesus Christus und seinen mystischen Leib, die Kirche. Es ist wirklich nicht nachvollziehbar und obendrein halsbrecherisch, gegen diesen wunderbaren König in den "Krieg" zu ziehen. Möge der Herr die Augen dieser Menschen noch einmal öffnen!

2. Entgegentreten ist geboten. Es ist dir unmöglich, Jesus, auf die falschen Reden deiner Feinde nichts zu erwidern. Es lebt in dir dieser heilige Eifer, der den Irrtum entlarvt und der Wahrheit Geltung verschafft. Dieser Augenblick ist kostbar, die Gelegenheit einzigartig: Du ergreifst die Initiative und sprichst den Denkfehler an, der ihren Worten zugrunde liegt. Du fürchtest dich nicht vor ihnen und weist diese gebildeten Herren mit astreiner Logik zurecht.

3. Zuerst fesseln, dann befreien. Du, Jesus, bist der Einzige, der die Macht hat, Dämonen auszutreiben. Jeder andere vermag es nur in deinem Namen zu tun. Du fesselst den Satan und kannst ihm daraufhin die Menschen entreißen. Du arbeitest nicht mit den Kräften der Finsternis zusammen, machst keine Geschäfte mit ihnen. Du besiegst sie mit der dir eigenen Vollmacht. Setze sie zu unserer Befreiung ein!

Gespräch mit Christus: Jesus, deine Art zu denken und zu sprechen ist klar und einfach. Ich will teilhaben an deiner Klarheit und meinen Mitmenschen in Einfachheit und Ehrlichkeit begegnen.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute in einem stillen Moment das Gebet des Herrn beten, also auch um Befreiung vom Bösen bitten.

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