Tägliche Meditationen
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Samstag,
5. Mai 2012

Übernatürliche Geheimnisse

Samstag der vierten Woche in der Osterzeit
Hl. Godehard v. Hildesheim, Hl. Jutta von Sangerhausen

P. Steven Reilly LC

Joh 14,7-14
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

Einführendes Gebet:  Vater, wie leer ist das Leben, das die Freude von Jesus Christus, deinem Sohn, nicht kennt. Ich möchte dieses Gebet heute sprechen, damit ich dich und deinen Sohn besser kennen und lieben lerne und deine Vollkommenheiten immer besser nachahme. Ich danke dir für diese Zeit des Gebets.

Bitte: Vater, hilf mir dabei, deine Gegenwart in meiner Seele wahrzunehmen.

1.  Der Vater und Jesus sind eins. Die Liturgie erlaubt uns einen tieferen Blick auf diese Passage des Evangeliums. Die große Wahrheit, die Jesus mit Philippus teilt, ist jene über die zweite Person der Heiligen Dreieinigkeit. Da Jesus und der Vater eins sind, können sie nicht voneinander getrennt werden. Wir beten Christus an. Wir ehren ihn nicht nur als den besten Menschen der Welt, sondern als göttliche Person. Was Jesus der Natur nach ist, das können wir durch die Kraft der Gnade werden. Mit unserer Taufe wurden wir als Kinder Gottes gleichsam adoptiert. Weil wir in die Familie der Dreieinigkeit gebracht wurden, können die göttlichen Personen in unserer eigenen Seele als Tempel wohnen. Nehmen wir diese Würde wahr, die uns gegeben wurde?

2. Die gleichen Werke wie Jesus tun. Genau darin liegen die Chancen, die Werke Jesu zu tun. Wenn er in uns lebt, dann kann er durch uns wirken. Welche Gelegenheit mit der Gnade zusammen zu wirken! Wenn wir liebevoll leben, herzlich und diszipliniert, dann sind wir nicht nur einfach gut. Diese guten Taten sind mehr als gut; sie haben einen ewigen Wert. Kurz gesagt: sie sind die „Werke Jesu”. Und wir werden belohnt für diese Taten. Und wie groß ist die Großzügigkeit des Meisters, dem wir dienen!

3. Bittet, dann wird euch gegeben. Der Name Jesu ist kraftvoll. Er beauftragt uns in seinem Namen für Dinge zu beten, die wir brauchen ‐ und zwar so, dass der Vater dadurch verherrlicht wird. Wenn wir vor dem Tabernakel niederknien, dann müssen wir dem Herrn mit absolutem Vertrauen entgegentreten. Er weiß, dass unser Glaube wachsen wird, wenn wir erfahren, wie seine Macht tatsächlich am Wirken ist: „Bittet, dann wird euch gegeben” (Matthäus 7,7-9).

Gespräch mit Christus: Herr, was für ein tröstender und beruhigender Gedanke ist es, dass die Heilige Dreieinigkeit in meiner Seele wohnt. Ich bin ein Kind Gottes! Hilf mir die Werke Gottes zu tun! Ich erbitte das in deinem Namen.

Vorsatz:  Weil Gott in meiner Seele wohnt, möchte ich versuchen, andere Menschen so zu behandeln wie er es tun würde.

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