Mittwoch, 11. November 2015

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Tägliche Meditationen - 17. November 2015

Dienstag der dreiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Gertrud von Helfta OCist, Mystikerin
Hl. Hilda, Äbtissin

Bernadette Ballestrem

Lk 19,1-10
In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Einführendes Gebet: Guter Jesus, ich möchte jetzt bei dir sein. Wie Zachäus möchte ich mich bemühen, dir zu begegnen. Ich möchte die Anstrengung in Kauf nehmen, die mir das vielleicht abverlangt, weil ich weiß, wie reich du mich beschenkst, wenn ich bei dir bin.

Bitte: Jesus, erleuchte meinen Verstand, um besser zu verstehen, was im Leben wirklich wesentlich ist.

1. Der Reichtum der Welt. Zachäus war ein reicher Mann. Das bescherte ihm einige Freunde und auch einige Feinde. Sein Geld war nicht ehrlich verdient, aber er besaß es eben und erfreute sich an materiellen Gütern, die zumindest einmal das Glück in diesem Leben verheißen.

2. Der Reichtum Jesu. Jesus besaß keinen materiellen Reichtum. Denn sein Reich ist nicht von dieser Welt! Und doch ist Zachäus von ihm fasziniert, denn Jesus schenkt etwas, was man mit Geld nicht kaufen kann. Er schenkt bedingungslose Liebe. Liebe, die nicht die Bezahlung für eine erbrachte Leistung ist. Barmherzige, gütige Liebe, vor der alle in dieser Welt gleich sind.

3. Mein Reichtum. Wie viel sorge ich mich um irdische Dinge? Was ist das Wertvollste in meinem Leben? Auch ich darf jetzt, wie Zachäus, vor Jesus stehen, der zu mir sagt: „Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ Jesus möchte auch mir den wahren Reichtum zeigen: seine bedingungslose Liebe zu mir.

Gespräch mit Christus: Guter Jesus, danke dass du in mein einfaches Haus kommen möchtest. Ich möchte es für dich öffnen und dich hineinlassen, auch wenn ich nicht so viel zu bieten habe. Danke für deine Liebe zu mir – allein deine Liebe genügt mir.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich, wenn ich an einer offenen Kirche vorbeikomme, Jesus fünf Minuten im Allerheiligsten besuchen.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 17. November 2015

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