Dienstag, 17. November 2015

Klarer sehen mit Hilfe des Glaubens

Tägliche Meditationen - 27. November 2015

Freitag der vierunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Oda von Brabant (Ute)

P. Joachim Richter LC

Lk 21,29-33
In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Einführendes Gebet: Mein Jesus, wie vergänglich ist doch unsere Welt und wie kurz unser Leben! Sogar unser Planet Erde wird nach deinen Worten eines Tages nicht mehr sein. Aber eines bleibt, und daran will ich mich festhalten: Du, Herr, du bleibst. Und auch deine Worte bleiben.

Bitte: Herr, erfülle mich täglich mit deinem Heiligen Geist, damit ich immer besser lerne, die Welt und den Sinn des Lebens aus deiner Perspektive zu sehen: aus der Perspektive Gottes.

1. Die Zeichen der Zeit erkennen. Jesus verwendet ein leicht verständliches Beispiel aus der Natur: Wenn die Bäume ihre Blätter treiben, dann wissen wir, dass es auf den Sommer zugeht. Was will er uns damit sagen? Der Blick auf die natürliche Welt soll uns helfen, den Schritt zur übernatürlichen Sicht der Welt zu machen. Jesus möchte, dass wir lernen, das Reich Gottes zu „sehen“. Das Reich Gottes, damit ist Gott selbst gemeint, sein Wirken und seine Gegenwart in den Menschen und Ereignissen. Es ist von größter Wichtigkeit, dass wir die Dinge im Licht des Glaubens sehen, damit in uns der Sinn für die übernatürliche Sicht lebendig bleibt.

2. Übernatürliche Sicht der Dinge. Wie geht das mit der übernatürlichen Sicht in der Praxis? Es ist gar nicht so schwer. Zwar lassen wir uns oft vom Augenschein täuschen, doch ist es immer möglich, dass wir uns einige Glaubenswahrheiten ins Gedächtnis rufen und von da aus wie durch eine Art „Glaubensbrille“ die Dinge ansehen: Gott ist Schöpfer und Lenker der Welt, auch meines Lebens / Nichts Besseres oder Größeres oder Wichtigeres kann ich in meinem Leben tun, als danach zu streben, den Willen Gottes zu erfüllen. Und immer kann man sich die Frage stellen: Jesus, wie würdest du diese Dinge / Ereignisse sehen? Gib mir die Gnade, sie so zu sehen wie du.

3. Woran man sich festhalten kann. Unsere Zeit ist sehr schnelllebig. Vieles ändert sich in kurzer Zeit. Die Nachrichten aus Zeitung und Fernsehen sind in der Regel nur wenige Tage von Bedeutung. Woran können wir uns dauerhaft festhalten, um eine verlässliche Orientierung für unser Leben zu finden? Der menschgewordene Sohn Gottes ist der Fels im unaufhaltsamen Strom der Zeit: „Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit“ (Hebr. 13,8), seine Worte vergehen nie.

Gespräch mit Christus: Jesus, in den Wechselfällen unseres Lebens bist du der Fels in der Brandung, der sicheren Halt bietet. Denn an dir prallen alle Wellen ab. Sogar wenn ich mich selbst verliere, stehst Du fest zu mir und zeigst mir wie ein Leuchtturm den richtigen Weg. Deshalb lobe und preise ich dich, denn du bleibst der Treue und Wahrhaftige; auf die Worte deines Evangeliums kann ich mich verlassen.

Möglicher Vorsatz: Ich will mich besonders darin üben, alles, was geschieht, durch die Brille des Glaubens zu sehen, damit ich aufmerksam werde für Gottes Wirken und seine Gegenwart.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 27. November 2015

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