Montag, 23. November 2015

Nur durch die aufrichtige Hingabe seiner selbst

Tägliche Meditationen - 3. Dezember 2015

Donnerstag der ersten Woche im Advent
Hl. Franz Xaver SJ, Missionar
Hl. Gerlinde

Linda Paas

Mt 7,21,24-27
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr! wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

Einführendes Gebet: Vater, du bist unendlich groß und mächtig. Du liebst uns in vollkommener Weise, bist gütig und weise. Dir sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

Bitte: Gütiger Gott, gib mir den Mut, das Apostolat zu einer Aufgabe des Alltags zu machen. Hilf mir, den Glauben wirklich in überzeugter und anziehender Weise vorzuleben und weiterzugeben, um so viele Menschen für dein Reich zu gewinnen.

1.  Nur durch die aufrichtige Hingabe seiner selbst. Jesus spricht im heutigen Evangelium darüber, dass es nicht genügt, ihn zu erkennen und mit Worten als den „Herrn“ zu verehren. Es geht auch um unser Tun. Handeln wir nach dem Willen Gottes? Da wir alle mit und in der gefallenen Natur des Menschen leben, können nur Jesus selbst und seine heilige Mutter diese Frage mit einem uneingeschränkten „Ja“ beantworten. Aber trotzdem ruft uns Jesus, der all unsere Mühen und Kämpfe kennt, dazu auf, nach dem Willen Gottes zu handeln, da „der Mensch, der auf Erden die einzige von Gott um ihrer selbst willen gewollte Kreatur ist, sich selbst nur durch die aufrichtige Hingabe seiner selbst vollkommen finden kann.“ (Gaudium et spes, 24,3)

2. Aktiv sein. Die Kirche ist apostolisch. Oft sind wir aber zu bequem oder finden es lästig, uns aus dem Fenster hinauszulehnen, um andere Menschen herbeizurufen und zu Jesus zu bringen. Vielleicht ist die Weitergabe dessen, was wir empfangen haben, auch unser schwacher Punkt? Wir dürfen und sollen vor anderen Menschen offen von Gott reden und mit ihnen über ihn staunen. Leider trauen wir uns das oft nicht. Durch das heutige Evangelium wird aber klar: Worte allein reichen nicht aus. „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr! wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.“ Beten wir heute besonders darum, dass wir uns das nächste Mal einen Ruck geben können, um vor unseren Mitmenschen den Glauben in Taten zu bekennen, und seien sie noch so klein.

3. Verwurzelt im Glauben. Was sagt das heutige Evangelium aus? Unter anderem Folgendes: Wer den Willen Gottes tut, dessen Glaube treibt tiefe Wurzeln. Das Handeln besitzt also eine besondere Bedeutung für die Vertiefung des Glaubens. „Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.“ (Mt 3,10) Das mag uns übertrieben vorkommen, als beträfe es uns nicht. Aber genau betrachtet, ist für eine sendungsbewusste Kirche ein reines Gebet ohne Initiativen im Apostolat wie ein Fasten, bei dem man den Kopf hängen lässt (vgl. Jes 58,5), wie Salz, das seinen Geschmack verloren hat (vgl. Mt 5,13). „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ (Mt 6,33)

Gespräch mit Christus: Jesus, ich möchte dir nachfolgen und ein Apostel sein. Doch oft fällt es mir schwer, deinen Willen zu erkennen. Und wenn ich ihn erkannt habe, fehlt mir manchmal die Kraft, danach zu handeln. Bitte schau gütig auf mich. Ich will versuchen, dir jeden Tag ein bisschen mehr nachzufolgen, und doch schaffe ich es ohne deine Hilfe nicht. Lass mich erkennen, dass du mir bereits unendlich viel geschenkt hast und hilf mir, die Gaben und Talente, die du mir gegeben hast, anzunehmen und für das Wohl meiner Mitmenschen einzusetzen.

Vorsatz:  Heute möchte ich mir überlegen, wie ich apostolisch tätig sein kann. Das kann sehr klein beginnen: Vielleicht mache ich vor dem Essen in der Mensa ein Kreuzzeichen, das ich nicht verstecke. Oder ich spreche einen Freund an, ob er schon weiß, dass der katholische Glaube ein spannendes Abenteuer in freundschaftlicher Verbundenheit mit Christus ist.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 3. Dezember 2015

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