Dienstag, 13. Oktober 2015

Der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet

Tägliche Meditationen - 21. Oktober 2015

Mittwoch der neunundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Ursula, Verena, Clementine, Märtyrerinnen

Carmen Gallinger

Lk 12,39-48
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet. Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen? Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt! Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen. Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen. Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr verlangen.

Einführendes Gebet: Herr Jesus Christus, ich danke dir für das Evangelium, in dem ich dir begegnen darf. Ich bitte dich um deinen Hl. Geist, um deine Worte verstehen und sie im Herzen bewahren zu können.

Bitte: Schenke mir die Gnade deines Heiligen Geistes, um auf dein Wort hören zu können.

1. „Haltet euch bereit.“ Jesus erklärt seinen Jüngern, dass keiner die Stunde kennt, in der der Menschensohn kommt. Die Tatsache, dass es nicht berechenbar ist, wann der Herr wiederkommt und wir keinen Einfluss darauf ausüben können, lässt zwei Möglichkeiten offen. Entweder ist uns sein Kommen gleichgültig und wir leben unberührt unser Leben, oder wir nehmen es uns zu Herzen und warten mit Sehnsucht und Wachsamkeit auf ihn. Wie viel ist mir mein Glaube zu Jesus Christus wert? Wünsche ich mir seine Gegenwart in meinem Leben zu jeder Stunde?

2. „Wer ist der treue und kluge Verwalter?“ Auf die Frage des Petrus, wen er mit seinem Gleichnis ansprechen wolle, antwortet Jesus mit den Worten: „Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?“ Mit seinen Worten zeigt uns Jesus, wie wir mit der Frohen Botschaft umgehen sollen: mit Treue und Klugheit. Nur so können wir Apostel sein und unseren Nächsten die Nahrung des Evangeliums reichen. In Treue und Klugheit im praktischen Dienst am Nächsten.

3. „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden.“ Wie ein Vater seinem Kind Verantwortung schenken möchte, damit es wächst und in höherem Maße am Leben teilnehmen kann, so schenkt uns der Herr das Vertrauen und die Aufgabe, dankbar mit dem Geschenk des Glaubens umzugehen. Wie viel ist uns durch die Freundschaft mit Gott gegeben worden und mit welch hoffnungsvollem Blick dürfen wir dank der Frohen Botschaft Christi durch unser Leben gehen! Wir sind berufen, unseren Glauben verantwortungsvoll und dankbar anderen vorzuleben.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus Christus, ich danke dir dass ich dir in meinem Leben begegnen durfte und deine Liebe verspüren darf. Du bist mein Weg, meine Wahrheit und mein Leben. Wirke in mir Herr und verwandle mein Herz immer mehr in das deine, damit ich hier in meinem Alltag Verkünder deiner Frohen Botschaft sein kann.

Möglicher Vorsatz: Ich bete ein Rosenkranzgesätz für die verfolgten Christen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 21. Oktober 2015

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