Dienstag, 25. August 2015

Jesus, der in uns Menschen verliebt ist

Tägliche Meditationen - 2. September 2015

Mittwoch der zweiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Ingrid OP, Priorin
Hl. Apollinaris Morel OFMCap, Märtyrer
Hl. Franz Urban, Märtyrer

P. Klaus Einsle LC

Lk 4,38-44
In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr und sie stand sofort auf und sorgte für sie. Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle. Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Messias war. Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern wegzugehen. Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den Synagogen Judäas.

Einführendes Gebet: Mein Herr, ich glaube an dich. Du bist da. Ich bin auch da. Mit meinem ganzen Herzen, mit meinem ganzen Sinn. Wir beide sind da – beieinander. Ich hoffe auf dich, Herr. Nur du bist stark und gut und kannst mein Leben auch allen Anfeindungen zum Trotz auf dem rechten Weg führen. Und weil du mich liebst, wirst du es auch tun. Ich liebe dich, Herr. Mit meinem Denken, mit meinem Willen und mit meinem Fühlen. Ich bin klein vor dir – aber geliebt. Und das freut mich. In dieser Demut und Freude möchte ich nun bei dir sein.

Bitte: Jesus, du hast so viele geheilt. Heile auch mich – an Körper und Seele. Ich vertraue, dass du mich ändern und heil machen kannst. Ich lege vor dich vor allem meinen Wunsch, dass ich endlich… [persönliches Anliegen einfügen] kann. Danke, dass du mich erhörst. Dein Wille geschehe.

1. Jesus heilt die Kranken. „Er legte jedem die Hände auf und heilte alle.“ Was muss das für ein Erlebnis für die Menschen gewesen sein, dass Jesus so viele Menschen heilte. Sehr viele erlebten, dass sie selber oder einer ihrer Angehörigen krank war. Jesus sprach nur einen Befehl aus, legte nur einmal die Hand auf diese Menschen. Und sofort waren sie gesund. Wer ist dieser Jesus, der Kranke heilen kann? Was für eine Kraft wirkt da in ihm? Wer ist dieser Jesus für dich? Glaubst du mit lebendigem Glauben an ihn als Gott? Glaubst du, dass er dich und andere heilen kann? An Leib und Seele? Oder ist dein Glaube im Lauf der Zeit schwach und leblos geworden? Ist Jesus ein gezähmter Gott in deinem Leben? Im Leben deiner Pfarrei?

2. Jesus treibt Dämonen aus. „Von vielen fuhren auch Dämonen aus.“ Heute versucht man, diese Aussagen zu relativieren. Dämonen sind dann nur noch epileptische Anfälle oder andere Krankheiten, die man damals fälschlicherweise als Besessenheit interpretiert hat. Aber Jesus erklärt an anderer Stelle genau, was es damit zu tun hat, dass er den bösen Geistern gebietet: Das Reich Gottes kommt. Durch das Vertreiben des Bösen und dessen Urhebern (der bösen Geister) beginnt der Herr, in dieser Welt sein Reich zu errichten. Es ist das Reich des Guten, der Liebe und der Wahrheit. Auch heute bedarf es dieser Kraft und Gnade Gottes, damit sein Reich wachsen und sich ausbreiten kann.Bitten wir ihn, dass er auch heute das Böse vertreibt, überall dort, wo es sich aufhält und sein Unwesen treibt. Er hat diese Macht, weil er der Herr ist. Vertrauen wir ihm die ausweglosen Situationen an, wo anscheinend nur noch Spaltung, Hass, Unfrieden und Hoffnungslosigkeit herrschen und bitten wir ihn: Komm Jesus, und vertreibe mit dem Finger Gottes die Mächte der Dunkelheit. Bring dein Licht und deine Wärme in die Kälte des Hasses und der Spaltung.

3. Der zärtliche Gott. „Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen“. Aus dieser Geste Jesu spricht so viele Zärtlichkeit. Er ist kein Gott, der ständig mit seiner Macht Angst hervorruft oder Menschen ihre Kleinheit spüren lässt. Jesus verbirgt seine Gottheit so oft und lässt seine ganze Zartheit und Güte aufscheinen, damit wir diesem Gott vertrauen können. „Wir heißen Kinder Gottes“, sagt Johannes später mit Staunen und Begeisterung. Ein Kind hat keine Angst vor den Eltern, wenn diese gut sind. Jesus will, dass wir uns ihm, seinem Vater, dem Dreifaltigen als Kinder vertrauensvoll nähern. Ohne Angst und mit dem Bewusstsein, dass wir einen allmächtigen und guten Vater haben.

Gespräch mit Christus: Mein Herr und mein Gott. Danke für diesen Augenblick der Betrachtung. Danke, dass ich bei dir sein und deine gütige Liebe erfahren darf. Danke, dass du mich nach deinem Abbild formst und auch ich immer liebender werden darf. Richte meinen Blick und mein Herz immer mehr auf das einzig Notwendige: von dir geliebt zu werden und dadurch selber liebend zu werden.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute am Arbeitsplatz (der Schule, der Familie) einigen Menschen um Jesu willen besonders liebevoll und bewusst in die Augen sehen – eben mit dem liebevollen Blick Jesu.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 2. September 2015

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