Dienstag, 16. Juni 2015

Hoffnung als Grundlage des Lebens

Tägliche Meditationen - 24. Juni 2015

Mittwoch der zwölften Woche im Jahreskreis
Geburt Johannes' des Täufers

Lk 1,57-66,80
Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft und sie brachte einen Sohn zur Welt. Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr. Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen. Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt. Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes. Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott. Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war. Sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden:Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

Das Kind wuchs heran und sein Geist wurde stark. Und Johannes lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er den Auftrag erhielt, in Israel aufzutreten.

Einführendes Gebet: Herr, ich hoffe auf eine liebevolle Begegnung mit dir in diesem und im nächsten Leben. Ich glaube, dass du für uns gestorben bist und dass du uns für immer bei dir im Himmel haben willst. Lass die Liebe in mir wachsen, so dass ich Licht sein kann für andere.

Bitte: Herr, schenke mir eine unerschütterliche Hoffnung auf dein Wirken in meinem Leben und in der Welt.

1. Hoffnung als Grundhaltung des Christen. Die Schwangerschaft Elisabeths weckte in allen Hoffnung. Ganz am Anfang der neutestamentlichen Heilsgeschichte erweist sich die Hoffnung als die treibende Kraft. Daher ist die Hoffnung die Grundhaltung des Christen. Später bezeichnete Jesus Johannes den Täufer als den größten unter den von einer Frau Geborenen. Johannes wird einst sein Leben einsetzen, um im Volk die Hoffnung auf den Messias wach zu halten und für Recht und Gesetz einzutreten, doch wird er in seinem Leben nur für kurze Zeit diese Hoffnung in Erfüllung gehen sehen. Dennoch war seine Hoffnung unerschütterlich, denn er baute auf Gottes Treue.

2. Aus Spe Salvi, Nr. 27 und 31, von Benedikt XVI. „Wer Gott nicht kennt, kann zwar vielerlei Hoffnungen haben, ist aber im letzten ohne Hoffnung, ohne die große, das ganze Leben tragende Hoffnung (vgl. Eph 2, 12). Die wahre, die große und durch alle Brüche hindurch tragende Hoffnung des Menschen kann nur Gott sein – der Gott, der uns ‚bis ans Ende’, ‚bis zur Vollendung‘ (vgl. Joh 13, 1 und 19, 30) geliebt hat und liebt. […] Noch einmal: Wir brauchen die kleineren oder größeren Hoffnungen, die uns Tag um Tag auf dem Weg halten. Aber sie reichen nicht aus ohne die große Hoffnung, die alles andere überschreiten muss. Diese große Hoffnung kann nur Gott sein, der das Ganze umfasst und der uns geben und schenken kann, was wir allein nicht vermögen.“

3. Durch Hoffnung evangelisieren. Wer Hoffnung zu schenken vermag, zieht Menschen an. Alle Führungspersönlichkeiten der Geschichte waren in irgendeiner Weise Hoffnungsträger. Die Kirche steht vor der dringenden Herausforderung der Neuevangelisierung Europas. Das heißt im Grunde, dass wir Christen wieder zu Menschen der Hoffnung werden müssen. Durch das Gebet und den Kontakt mit Jesus in den Sakramenten kann unser Vertrauen in seine Liebe und Gegenwart wachsen und damit auch unsere Hoffnung unerschütterlich werden. Wenn wir es verstehen, diese Hoffnung und dieses Vertrauen anderen zu vermitteln, erfüllt sich das Wort Jesu „ich werde alle Menschen an mich ziehen.“

Gespräch mit Christus: Herr, du hast aus gutem Grund Familie und Freunde in mein Leben gebracht. Wir sollen einander helfen, in den Himmel zu kommen. Erinnere mich an diese Wahrheit. Stärke meine Hoffnung, dass du uns an dich ziehen willst.

Möglicher Vorsatz: Ich nehme mir heute vor, im Gespräch jemandem Hoffnung auf Gottes Güte und Wirken zu vermitteln.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 24. Juni 2015

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