Dienstag, 5. Mai 2015

Erhört Gott jedes Gebet?

Tägliche Meditationen - 16. Mai 2015

Samstag der sechsten Woche in der Osterzeit
Hl. Johannes Nepomuk, Märtyrer

Lorli Pregel, gottgeweihte Frau des Regnum Christi

Joh 16,23b-28
Jesus sagte zu seinen Jüngern: An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.

Dies habe ich in verhüllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in verhüllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verkünden werde. An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Einführendes Gebet: Komm Heiliger Geist und lehre mich beten. Aus eigener Kraft kann ich das nicht, aber begleite du mich und forme in mir ein waches und hörendes Herz.

Bitte: Ich bitte dich um die Gabe des rechten Betens

1. Bittet, und ihr werdet empfangen. Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Der Vater kennt unsere Nöte und Bedürfnisse und doch hat er es gerne, dass wir ihn bitten, dass wir ihm unsere Nöte anvertrauen. Hieran erkennt man eine echte Beziehung und echtes Vertrauen. Gerade diese Vertrauensbeziehung gibt uns die Gewissheit, dass der Vater es immer gut mit uns meint und dass er uns als guter Vater das gibt, was wir brauchen, auch wenn es nicht immer genau das ist, worum wir gebeten haben oder zu der Zeit kommt, zu der wir es erbeten haben.

2. Dies habe ich in verhüllter Rede zu euch gesagt. Es gibt so viele Dinge, die wir jetzt noch nicht durchschauen können; so viele Zusammenhänge, die uns noch unbekannt sind. Nicht immer verstehen wir, was Jesus uns sagt (vor allem wenn er anscheinend nichts sagt oder wenn er über Dinge spricht, die uns schleierhaft vorkommen). Er erklärt hier auch nicht genau, warum das so ist (vorher hatte er gesagt: Ihr könnt es jetzt nicht tragen); aber hier ist vor allem die Verheißung wichtig, dass er uns eines Tages den Vater offen verkünden wird. Eines Tages wird uns alles klar vor Augen liegen und wir werden Gott von Angesicht zu Angesicht sehen und erkennen.

3. …denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Der Glaube scheint hier der Schlüssel zu sein. Es ist der Glaube, der uns für Christus öffnet und das Feuer der Liebe für ihn entfacht. Es ist der Glaube, der mich darauf vertrauen lässt, dass der Vater alles erhört, worum ich bitte und bete. Und es ist der Glaube, der mich erfahren lässt, wie sehr ich vom Vater geliebt bin. Schließlich wird dann die Erfahrung dieser Liebe zur Quelle unauslöschlicher Freude.

Gespräch mit Christus: Jesus, nicht immer ist es für mich einfach, dein Wort und deine Verheißungen zu verstehen und zu akzeptieren. Und doch sind sie das wunderbare Geheimnis, das meinem Leben Halt, Kraft und Hoffnung schenkt. Schenke mir Vertrauen und deinen Heiligen Geist, um immer tiefer in Dein Geheimnis und in den Sinn deiner Worte einzudringen, damit du mein Leben erfüllst und verwandelst und ich so vor meinem Nächsten Zeugnis dafür ablegen kann, dass du lebst.

Möglicher Vorsatz: Ich will heute überlegen, ob es irgendein Anliegen gibt, bei dem ich mich schwertue, es Gott anzuvertrauen und ein Bittgebet darüber sprechen (auch wenn es mir schwerfällt zu glauben, dass Gott mich hört oder handeln will).

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 16. Mai 2015

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