Donnerstag, 23. April 2015

Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun

Tägliche Meditationen - 2. Mai 2015

Samstag der vierten Woche in der Osterzeit
Hl. Athanasius von Alexandrien, Patriarch
Hl. Zoé, Märtyrerin

P. Karl Maurer LC

Joh 14,7-14
Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

Einführendes Gebet:  Alles, worum wir dich in deinem Namen bitten, wirst du tun. Was heißt das aber: In deinem Namen um etwas bitten? Das möchte ich heute verstehen und das möchte ich heute zu leben beginnen.

Bitte: Schenke mir einen Zugang zu deinem Herzen. Wie sonst könnte ich deine Worte verstehen? Mir geht es aber nicht nur um das Verstehen, mir geht es vor allem darum, lieben zu lernen.

1.  Wenn ihr mich erkannt habt. Es ist sehr interessant, wie Jesus hier zu seinen Jüngern in diesen sogenannten Abschiedsreden spricht und dabei in die Zukunft blickt: „Wenn ihr mich erkannt habt, dann...“ Der Abschnitt lebt gleichsam aus dem Vorblick auf Jesu Tod am Kreuz und seine Auferstehung. Eine Erkenntnis, die Jesus in den Reden schon hat, bei den Jüngern aber erst noch erfahren werden und reifen muss. Erst nachdem die Jünger verstanden, dass Jesus aus Liebe zu uns Menschen gestorben war, sollten sie erkennen, wer er war und welche Bedeutung die Liebe hatte, von der er die ganze Zeit gesprochen hatte.Es hatte nicht genügt, dass sie zu bloß Zeugen seiner furchtbaren Hinrichtung geworden waren. Es genügte nicht einmal, dass ihnen Johannes, der selbst unter dem Kreuz gestanden hatte, von der Liebe berichtete, mit der Jesus all sein Leiden durchlitten hatte. Was den Jüngern die Kraft gab, den Glauben an Jesus Christus zu verkündigen, war, ihn als dem Auferstandenen selbst erfahren zu haben.Johannes hat diesen Glauben besonders erlebt. Er lief mit Petrus zum leeren Grab. Er sah die zusammengelegten Binden und glaubte. Er glaubte schon, bevor er Jesus als Auferstandenen sah. Ahmen wir diesen Glauben nach: Glauben wir an Jesus, noch bevor wir ihn sehen – was im Himmel geschehen wird.

2. Die Worte, die ich euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Die Liebe lebt nie aus sich selbst. Jesus lebt verschenkt an seinen Vater und der Vater lebt verschenkt in seinem Sohn. Deswegen lebt Jesus aus seinem Vater heraus: Philippus glaubst du nicht, dass... der Vater in mir ist? Dies gilt nicht nur für die außergewöhnliche Beziehung zwischen Jesus und seinem Vater. Auch wir sind genau zu dieser Art Beziehung gerufen. Das war der letzte Wunsch, den Jesus im Abendmahlsaal aussprach: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 18,21).

3. Wer an mich glaubt... wird noch größere Werke vollbringen. Hinter diesen Werken verbirgt sich nochmals etwas sehr Großes. Wir fragen uns: Kann denn jemand größere Werke als Jesus vollbringen? Antwort: Nein. Was will uns dann aber Jesus hier sagen? Diese größeren Werke werden wir nur verbunden mit ihm vollbringen: Er in uns und wir in ihm. Denn wir alle – alle Menschen – sind gerufen, in ihm eins zu werden. Und je mehr das geschieht, desto mehr wird sich die Erlösung der Welt verwirklichen.

Gespräch mit Christus: Deine Liebe hat keine Grenzen. Darum bitte ich dich, hebe meine Grenzen, die mich daran hindern, deine Liebe zu empfangen, auf. Du schenkst deinen Geist (der Liebe) unbegrenzt. Nimm mich ganz in deine Liebe hinein – lass mich in dieser Liebe schon einen Vorgeschmack von deiner grenzenlosen Liebe erfahren. Lass mich aber auch die Grenzen, die ich in diesem Leben habe, mit Liebe annehmen und mit Liebe tragen.

Möglicher Vorsatz:  In der menschlichen Schwachheit kommt die Gnade Gottes zur Vollendung. So möchte ich dir auch heute im Gebet und bei der Arbeit meine Schwäche anvertrauen und dich bitten, dass du sie mit deiner Liebe umschließt.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 2. Mai 2015

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