Dienstag, 23. Dezember 2014

In der Liebe verwurzelt

Tägliche Meditationen - 28. Dezember 2014

Erste Woche nach Weihnachten
Fest der Heiligen Famile

P. Ernest Daly LC

Lk 2, 22-40
Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war, nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen. Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit und seine Gnade ruhte auf ihm.

Einführendes Gebet:  Jesus, du warst ein kleines Kind in den Armen deiner Mutter. Du warst ein Baby, das den Schutz Josefs brauchte. Du hast ihre Güte und Liebe gespürt. Heute feiern wir diese Liebe deiner Familie. Ich möchte in das Geheimnis dieser Liebe eintreten und es in meine Familie hineinbringen. Ich glaube und vertraue, dass du mir dabei helfen wirst.

Bitte: Herr, hilf mir, die Wunder der Liebe der Heiligen Familie zu entdecken.

1.  Der Bräutigam ist bei uns. Unser Gott ist ein Gott der Liebe. Eine Familie nimmt an dieser Liebe teil, weil Gott die Quelle der Liebe ist, die sie zusammenhält. Die Liebe in einer Familie, die so schön aber auch anspruchsvoll ist, zeigt die Gegenwart von Christi Liebe. Jesus bringt diese Liebe hervor. Sie ist Liebe zum Vater und Liebe zu uns. Nehme ich Christi liebende Anwesenheit in meiner Familie wahr? Bemühe ich mich, diese Liebe zu leben?

2. Der Bund der Familie. Eine Familie ist die Frucht eines Bundes, und Gott ist ein Teil dieses Bundes. Gott wollte von Anfang an, dass der Mensch Teil seiner Familie sei. Die Heilige Familie lässt uns den endgültigen Bund der Liebe Gottes zu jedem von uns erkennen. Sie lebt diesen Bund voller Staunen und setzt ihren Glauben wie Abraham ganz auf Gott, indem sie sich ganz seinem Willen und seiner Liebe hingibt. Sie erfüllen auf vollkommene Weise ihren Teil im Plan Gottes, und Gott hält ihnen die Treue und macht sie zu Mitarbeitern in seinem Erlösungsplan. Wir dürfen sicher sein, dass Gottes Liebe allen Familien gilt. Wir dürfen sicher sein, dass er seinem Erlösungsplan treu bleibt. Bemühe ich mich um die Einheit in meiner Familie, indem ich die übernatürliche Tugend der Nächstenliebe lebe?

3. Geistiges Erbe. Die Heilige Familie ist eine Quelle des Segens. Auch meine Familie ist eine Quelle des Segens, selbst wenn wir schmerzliche Momente erleben. Wenn ich meine Rolle in der Familie treu lebe, wird dies zu einem Segen für die Welt. Das Beispiel christlicher Familien zieht viele Menschen zum Glauben hin. Oft sind die besten Apostel, seien sie nun Geweihte oder Laien, die Frucht des starken Glaubens, der in der Familie gelebt wird. Eine Familie sollte sich nicht in sich selbst verschließen; wie die Heilige Familie hat auch sie eine Sendung. Sie muss Gottes Botschaft in der Welt verbreiten durch ihr Beispiel und ihr Tun. Bin ich meiner Familie ein Vorbild? Bemühe ich mich, zuhause und draußen in der Welt ein Apostel zu sein?

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du die Familie durch deine Gegenwart geheiligt hast. Ich möchte dich in meiner Familie und in den Familien um mich herum immer mehr entdecken. Hilf mir, den Menschen, die mir lieb sind, in Momenten der Freude und des Schmerzes beizustehen. Du bist bei uns, Herr. Sende uns aus, damit wir Apostel für die Welt werden.

Vorsatz:  Ich will mir Zeit nehmen, um einem Mitglied meiner Familie, welches ich vielleicht in letzter Zeit vernachlässigt habe, aufmerksam zuzuhören und mit ihm zu sprechen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 28. Dezember 2014

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