Mittwoch, 13. Juni 2018

Ungarn im Herzen

Drei gottgeweihte Frauen beenden in diesem Sommer ihre Arbeit in Ungarn. Die Legionäre Christi wirken dort seit 1996 vor allem in den Bereichen Bildung, Jugend- und Familienseelsorge.

Die Schule „Szent II. János Pál“ in Budapest. Die Schule „Szent II. János Pál“ in Budapest.

Mit Abschluss dieses Schuljahrs (2017/2018) werden die drei in Budapest wirkenden gottgeweihten Frauen, Melanie Zoll, Dori Hangodi und Clarisse Desclèves, ihre Arbeit an der Schule des Regnum Christi und anderen Projekten in der ungarischen Hauptstadt beenden.

In einem Brief an alle gottgeweihten Frauen in der Ordensprovinz West- und Mitteleuropa hat die Generalleitung der gottgeweihten Frauen des Regnum Christi am 30. Mai darüber informiert und ausgedrückt, wie schwer den gottgeweihten Frauen dieser Entschluss gefallen ist und wie lange sie damit gerungen haben.

Vor einem Jahr hatten die gottgeweihten Frauen beschlossen, weiter versuchen zu wollen, die Gemeinschaft in Budapest personell zu verstärken, um die Präsenz vor Ort langfristig gewährleisten zu können. Dies gelang jedoch aufgrund der derzeit zahlreichen anderen Personalbedürfnisse weltweit nicht.

„Obwohl die Mission des Regnum Christi in Budapest ein enormes Entwicklungsfeld vor sich hat, besteht eines der Prinzipien unserer Erneuerung darin, sicherzustellen, dass alle gottgeweihten Frauen ihre Berufung und Mission in der Atmosphäre eines angemessenen Gemeinschaftslebens leben können, das ihnen eine Hilfe hinsichtlich ihrer Beharrlichkeit in Berufung und Mission ist. Dies macht es erforderlich, dass jede Gemeinschaft aus einer ausreichenden Anzahl von Mitgliedern besteht. Das können wir zu diesem Zeitpunkt in Budapest jedoch nicht erreichen. [...] Wir haben mit Schmerz gesehen, dass wir nicht die personellen Ressourcen haben, die notwendig sind, um unsere Präsenz in Budapest kurz- und mittelfristig aufrechtzuerhalten“, schreibt Gloria Rodríguez, (Generaldirektorin der gottgeweihten Frauen).

Marienstatue in der Kapelle der Niederlassung der gottgeweihten Frauen des Regnum Christi.Marienstatue in der Kapelle der Niederlassung der gottgeweihten Frauen des Regnum Christi.Dank und Hoffnung

Die gottgeweihten Frauen danken den Menschen in Ungarn für ihre Offenherzigkeit, großzügige Unterstützung und intensive Zusammenarbeit in all den Jahren. Melanie Zoll ist seit letzten Sommer in Budapest:

Von Herzen möchte ich mich für das vergangene Jahr hier in Budapest bedanken, wo ich viele wunderbare Menschen kennen lernen durfte, die mich von Anfang an so herzlich aufgenommen haben. Von Beginn an hat mich der Zusammenhalt zwischen der Gemeinschaft der Legionäre Christi, den gottgeweihten Frauen und den RC-Laienmitgliedern sehr beeindruckt und innerlich dachte ich: ‚Hier bin ich richtig‘.

Letzte Woche, als wir die jetzige Situation über unser Weggehen vermittelt haben, sagte eine Frau aus dem Regnum Christi in Budapest zu mir: ‚Melanie, vielleicht müssen wir noch mehr beten und noch enger zusammenwachsen.‘ Ich denke sie hat recht – wir bleiben im Herzen und Gebet eng verbunden, auch wenn wir jetzt eine Tür schließen müssen, was mir sehr weh tut. Ich bin mir sicher, Gott öffnet nun ein Fenster und zeigt uns neue Wege. Von nun an, wohin der liebe Gott mich auch führen wird, trage ich Ungarn und seine lieben Menschen in meinem Herzen.“

Melanie Zoll, Dori Hangodi und Clarisse Desclèves begleiten diesen Sommer noch alle geplanten Aktivitäten des Regnum Christi, wie Missionen, NET- und ECYD-Camps, bevor sie Ende August ihre Arbeit in Ungarn beenden.

Legionäre Christi und Regnum Christi in Ungarn

1995 organisierten die gottgeweihten Frauen im Regnum Christi erstmals ein Sommercamp für Mädchen in Ungarn. 1999 fanden sie eine Wohnung in Budapest, von wo aus sie wirken konnten. Eine feste Niederlassung mit Gemeinschaft entstand erst 2013 in der ungarischen Hauptstadt.

Die Kongregation der Legionäre Christi wirkt seit 1996 in Ungarn, vor allem in den Bereichen Bildung, Jugend- und Familienseelsorge und Evangelisierungsmissionen. Die erste Gemeinschaft ließ sich dort ein Jahr später nieder.

In den darauffolgenden Jahren entstanden u.a. mehrere ECYD-Clubs in Budapest und Umgebung. 2002 übernahmen die Legionäre Christi die Leitung und Seelsorge einer Schule der Benediktiner, heute „Szent II. János Pál“ in der ungarischen Hauptstadt. Diese zählt heute ca. 700 Schüler vom Kindergarten bis zum Abitur.

Derzeit gehören in Budapest ca. 35 Frauen und Männer der Apostolatsbewegung Regnum Christi an, ca. 100 Kinder und Teenager nehmen an Veranstaltungen des ECYD teil. Zusammen mit den Ordensleuten der Legionäre Christi, deren Gemeinschaft noch diesen Sommer durch einen Diakon aufgestockt werden wird, setzt das Regnum Christi seine Arbeit im Dienst der Menschen und Kirche in Ungarn fort.

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    Drei gottgeweihte Frauen beenden in diesem Sommer ihre Arbeit in Ungarn. Die Legionäre Christi wirken dort seit 1996 vor allem in den Bereichen Bildung, Jugend- und Familienseelsorge.

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  • Region: Ungarn
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