Dienstag, 9. Januar 2018

„Priester ist man immer für die Anderen“

Dankmesse mit Primizsegen von Pater Stefan Kavecky LC beim Tag der Offenen Tür 2018 in der Apostolischen Schule in Bad Münstereifel  

Die Kirche ist voll“ freute sich Pater Daniel Egervari LC an diesem Sonntag, den 7. Januar 2018. Neben den Schülern der Apostolischen Schule, ihren Eltern und Freunden waren auch zahlreiche Menschen aus der Umgebung von Bad Münstereifel zum Gottesdienst gekommen. Viele von ihnen kamen, um die Dankmesse mit Neupriester Pater Stefan Kavecky LC zu feiern und um mitzuerleben, wie zwei junge Männer ihre Ordensgelübde erneuern und damit einen weiteren Schritt auf ihrem Weg mit Gott gehen.

Pater Stefan Kavecky LC wurde am 16. Dezember 2017 mit 32 Mitbrüdern zum Priester geweiht. Pater Stefan Kavecky LC wurde am 16. Dezember 2017 mit 32 Mitbrüdern zum Priester geweiht. Berufungswege gibt es so viele, wie es Menschen gibt

Nicht jedes Kind träumt bereits im Alter von sieben Jahren davon, Priester zu sein, wie es Pater Stefan Kavecky LC tat. Der Jüngste von vier Brüdern war in der postkommunistischen Slovakei katholisch aufgewachsen. Als Jugendlicher bekam er Kontakt zu der Gemeinschaft Regnum Christi und als er mit 14 Jahren einen Priester „bei der Arbeit“ sah, verstärkte dies den Wunsch seiner Kindheit mit dem Gedanken „ja, das ist es, das willst du später auch mal machen.“ Noviziatszeit und Studium verliefen für ihn dann eher unspektakulär, wie der Neupriester in seiner Predigt zugab. Dennoch muss es auch für Pater Stefan Momente des Fragens und des Zweifels gegeben haben, dafür spricht seine ruhige Überzeugung: „Wenn es nur an meinen Kräften liegen würde, wäre ich heute nicht hier. Wenn wir in Kontakt mit Gott kommen, stoßen wir auch an unsere Grenzen. Aber in genau solchen Momenten können wir die Kraft Gottes oft am stärksten erfahren.„Für einen Primizsegen läuft man sich die Schuhsohlen durch“. „Für einen Primizsegen läuft man sich die Schuhsohlen durch“. Einmal hätte er sich während Exerzitien an die Muttergottes gewandt und sie besonders in ihrer Rolle als Mutter des guten Rates um Hilfe gebeten. Einige Tage später hätte er so etwas wie eine innere Eingebung verspürt und die Fragen „Möchtest du dein Glück selber basteln oder möchtest du dein Glück empfangen? Möchtest du Architekt deines eigenen Lebens sein oder möchtest du meinen Weg in deinem Leben gehen?“ seien in ihm hoch gekommen. „Da habe ich verstanden, dass der Plan Gottes für mich das Priestertum und das Ordensleben vorsieht.“ Mit diesen Worten schloss Pater Stefan seine Predigt.

Br. Andres Poblete LC und Br. Johannes Paul Jäger LC erneuern ihre Ordensgelübde Br. Andres Poblete LC und Br. Johannes Paul Jäger LC erneuern ihre Ordensgelübde Priester für andere Menschen

Man kann nie nur für sich Priester sein. Priester ist man immer für andere Menschen.“ Mit diesen Worten hatte Pater Stefan Kavecky LC diese Dankmesse in Bad Münstereifel eröffnet. Doch was bedeutet das konkret und im Alltag? Dies erfahren die Ordensbrüder bei den Legionären Christi während ihrer apostolischen Praktika. Als Teil der Ausbildung ist es zwischen dem Studium der Philosophie und Theologie angesiedelt. Mehrere Jahre können die jungen Männer während dieser Phase praktische Erfahrungen in der Pastoral und Apostolaten ihres Ordens sammeln. Seit einem guten halben Jahr sind Bruder Andres Poblete LC und Bruder Johannes Paul Jäger LC deswegen in Deutschland. Beim gemeinsamen Mittagessen in der Apostolischen Schule erzählt der dunkelhaarige Bruder Andres von seinen bisherigen Erfahrungen hier. „Es war für mich das erste Weihnachten mit Schnee“ lacht er. Nach dem feierlichen Moment im Gottesdienst, in welchem er und sein Mitbruder Johannes Paul ihre Ordensgelübde für drei weitere Jahre erneuert haben, ist er sichtlich gelöst. Als Teil des Betreuerteams der Apostolischen Schule kümmert sich der 26jährige Ordensmann aus Chile um die Internatsschüler der 7. bis 9. Klasse in Bad Münstereifel. An seine eigene Schulzeit, die er ebenfalls an einer Schule der Legionäre Christi verbrachte, erinnert sich Bruder Andres gern zurück. Daher möchte er seinen Schützlingen dabei helfen, dass es ihnen später genau so geht. Seinen Mitbruder, Johannes Paul Jäger LC, der seit Sommer letzten Jahres mit Pater Martin Baranowski LC in der Jugendarbeit des Regnum Christi in Süddeutschland zusammenarbeitet, kennt Bruder Andres seit der gemeinsamen Noviziatszeit im brasilianischen Sao Paolo. Die ersten Monate in Deutschland erleben die beiden jungen Männer als ein neues Abenteuer, das auch Herausforderungen mit sich bringen wird. Herausforderungen, wie den deutschen Führerschein, den sich Bruder Johannes Paul vorgenommen hat.

Wenn Sie mehr zu dem Weg wissen wollen, der Bruder Johannes Paul Jäger LC von Brasilien nach Deutschland geführt hat, lesen Sie das ausführliche Gespräch mit ihm --> hier.

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    Dankmesse mit Primizsegen von Pater Stefan Kavecky LC beim Tag der Offenen Tür 2018 in der Apostolischen Schule in Bad Münstereifel  

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