Donnerstag, 31. August 2017

„Jesus ist mein Alles“

Seit 2011 ist Maria Hemm gottgeweihte Frau im Regnum Christi. Am 24. August 2017 hat sie ihre Gelübde in Madrid erneuert. Im Interview sprechen wir mit Maria darüber, warum sie ihr Leben ganz Gott geweiht hat.

Am 24. August 2017 hat Maria Hemm in Madrid (Spanien) für ein weiteres Jahr ihre Gelübde bei den gottgeweihten Frauen im Regnum Christi erneuert. Maria wurde am 23. Januar 1993 in Unterfranken geboren, sie ist das sechste von acht Kindern, zwei ihrer Brüder, Peter und Michael, sind Ordensleute bei den Legionären Christi. Voraussichtlich im nächsten Sommer wird Maria ihre ewigen Gelübde ablegen.

Im Interview erzählt sie, wie sie die gottgeweihten Frauen im Regnum Christi kennengelernt und warum sie sich für diesen Lebensweg entschieden hat, wer ihre Lieblingsheilige ist, was sie an Spanien besonders mag und wer Jesus Christus für sie ist.

Maria, vielen unserer Leser bist Du leider noch unbekannt. Daran wollen wir heute etwas ändern. Beginnen wir aber ganz am Anfang: Wie hast Du die gottgeweihten Frauen kennengelernt?

Maria: Als ich acht oder neun Jahre alt war, besuchten das erste Mal Ordensleute der Legionäre Christi meine Familie. Die gottgeweihten Frauen habe ich erst mit 13 Jahren kennengelernt. Da gab es ein Einkehrwochenende für Mädchen in Würzburg und meine Mutter hat mich angemeldet. Also ging ich hin. Zuerst wollte ich nicht so richtig aber als ich dann dort ankam, war es für mich eine sehr schöne Erfahrung, in einem Umfeld zu sein, wo es normal ist, den Glauben zu leben. Danach war ich dann öfters auf Camps und bei verschiedenen Treffen dabei.

„Ohne Ihn hätte mein Leben keinen Sinn“

Wie ging es weiter? Warum wollten Sie gottgeweihte Frau werden?

Maria: Ich habe Gott mein Leben ganz geschenkt, weil Er mich dazu eingeladen hat. Er hat mir gezeigt, dass seine Liebe unendlich groß zu mir ist und dass nur Er mein Herz besitzen und dann erfüllen will. So trat ich 2011 bei den gottgeweihten Frauen ein und legte am 10. September des gleichen Jahres meine ersten Gelübde ab, die ich am 22. August 2014 für drei Jahre erneuerte und nun am 24. August 2017 für ein weiteres Jahr. Nächsten Sommer werde ich also meine ewigen Gelübde ablegen.

Sie haben Ihr ganzes Leben in Gottes Hände gelegt. Wer ist Jesus Christus für Sie im Alltag?

Maria: Das ist schwer mit Worten auszudrücken... Ohne Ihn hätte mein Leben keinen Sinn, denn Er ist der Sinn, nicht nur meiner Weihe, sondern meiner ganzen Existenz. Er ist mein Begleiter, meine Liebe, mein Alles.

Was sind Ihre Aufgaben als gottgeweihte Frau?

Maria: Seit Ende Juli 2016 arbeite ich in Barcelona in einer Schule, die das Regnum Christi leitet, im „Colegio Real Monasterio de Santa Isabel“, außerdem im ECyD. In der Schule bin ich für die geistliche Begleitung der Siebt- und Achtklässler zuständig. Außerdem halte ich verschiedene Unterrichtsstunden, in denen wir über aktuelle Themen sprechen, den Glauben besser und auf neue Weise kennenlernen wollen, Gebetserfahrungen suchen uvm. Im ECyD unterstütze ich hauptsächlich die Teamleiter in der Vorbereitung der verschiedenen Projekte und Aktivitäten, die sie dann später mit den Mädchen durchführen.

Was gefällt Ihnen an Spanien am meisten?

Maria: Von der spanischen Kultur gefällt mir sehr gut, dass die Menschen sehr herzlich zueinander sind. Sie verbringen gerne viel Zeit mit Freunden und Verwandten. Das ist sehr schön. Die Familien (Großeltern, Eltern, Onkels und Tanten, Cousins und Cousinen) treffen sich oft an Wochenenden und in der Ferienzeit. Außerdem sind es Menschen, die voll Enthusiasmus sind. Sie kämpfen für das, was ihnen wertvoll ist.

„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.“ (Psalm 23)

Und was ist Ihnen besonders wertvoll? Haben Sie besondere Interessen?

Maria: Ich lese gerne. Mich interessieren die Liturgie, die Heilige Schrift, Geschichte, alte Sprachen. Außerdem singe ich sehr gerne und spiele ein wenig Gitarre.

Haben Sie eine Lieblingsheilige?

Maria: Was Heilige angeht, ist mir zurzeit Maria Magdalena sehr nahe. Sie ist ein Beispiel der Liebe und Barmherzigkeit Gottes, der ihr ganzes Leben verändert und neu gemacht hat. Aber es gibt viele andere Heilige, die mich sehr ansprechen: der hl. Paulus, Franz Xaver, Don Bosco, Theresia von Lisieux uvm.

Sie interessieren sich besonders für die Heilige Schrift. Gibt es eine Bibelstelle, die für Sie eine besondere Bedeutung hat?

Maria: Solche Bibelstellen gibt es sehr viele. In den Evangelien sind es die Begegnungen Jesu mit den Menschen: mit der samaritanischen Frau, mit der Sünderin, mit Maria Magdalena am Auferstehungssonntag, mit Zachäus, der Sturm auf dem See, die Hochzeit in Kanaan... Es gibt auch einige Psalmen, die mir sehr gefallen und die ich oft zum Gebet benutzte: Ps 23, 25, 45, 84.

Maria Hemm mit ihrer FamilieMaria Hemm mit ihrer FamilieSeit praktisch 2011 sind Sie dauerhaft in Spanien. Wann bekommt man Sie in Deutschland zu sehen?

Maria: Normalerweise fliege ich jedes Jahr im Sommer für ca. zwei Wochen nach Deutschland zu meiner Familie. Dieses Jahr wurde meine Nichte im Mai getauft. Also bin ich für das Wochenende gekommen.

Sie stehen ein Jahr vor den ewigen Gelübden. Was bedeutete Ihnen die Gelübde-Erneuerung in diesem Sommer?

Maria: Diese Erneuerung ist ja für ein Jahr. Sie ist sozusagen der Beginn des letzten Jahres vor meinen ewigen Gelübden, auf die ich mich mit der Hilfe Gottes vorbereiten darf. Es ist ein wunderbares Geschenk. Ich kann die Treue Gottes zu mir deutlich erfahren.

Vielen Dank, Maria, für das Gespräch und weiterhin viel Freude und Gottes Segen auf Ihrem Lebensweg als Gottgeweihte im Regnum Christi! Und bis bald wieder in Deutschland!

(Das Interview führte Karl-Olaf Bergmann.)

 

 

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    Seit 2011 ist Maria Hemm gottgeweihte Frau im Regnum Christi. Am 24. August 2017 hat sie ihre Gelübde in Madrid erneuert. Im Interview sprechen wir mit Maria darüber, warum sie ihr Leben ganz Gott geweiht hat.

  • Datum: Ja
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