Mittwoch,
28. Januar 2026
Das Ergebnis hängt vom Grund und Boden ab!
28. Januar 2026
Mittwoch der dritten Woche im Jahreskreis
Hl. Thomas von Aquin, Ordenspriester, Kirchenlehrer
Ilka Haiberger
Mk 4,1-20
In jener Zeit lehrte Jesus am Ufer des Sees von Galiläa und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen: Hört! Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, sechzigfach und hundertfach. Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben; für die aber, die draußen sind, geschieht alles in Gleichnissen; denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird. Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen? Der Sämann sät das Wort. Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall. Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: Sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bleibt ohne Frucht. Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, sechzigfach und hundertfach.
Einführendes Gebet: Mein Herr und mein Gott! Dieser Moment des Gebets soll ganz dir gewidmet sein. Ich möchte gespannt auf das hören, was du in meiner Seele zum Klingen bringst.
Bitte: Lass mich jetzt ganz ruhig werden, damit ich in der Stille auf dich hören kann.
1. Die Vorbereitung des Bodens, auf den der Same fällt. Wenn das Wort auf felsigen Grund fällt, kann es keine Wurzeln bilden. Die Menschen nehmen es zwar freudig auf, aber es dringt nicht in die Tiefe. Wie muss mein Herz vorbereitet sein, dass ich Jesus – das Wort – so aufnehme, dass er in mir bleibt? Beim Säen fällt mir die Bodenvorbereitung ein. Zunächst muss das Unkraut raus. Dann wird der Boden aufgelockert und umgegraben. Es werden Furchen gezogen, worin die Samen dann ins Erdreich gelangen. Übertragen auf das menschliche Leben sehe ich Schicksalsschläge oder umwälzende Lebenssituationen. Es ist sicher nicht angenehm, wenn Furchen gezogen werden. Doch wird dadurch unser Herz aufnahmebereit!
2. Feuer und Flamme für Jesus. Das Wort wird freudig aufgenommen, wo es auf felsigen Boden fällt! Eine anfängliche Begeisterung für Jesus und seine Kirche, die einfach schön sind. Ich habe Menschen erlebt, die ganz Feuer und Flamme sind. Sie pilgerten von Einkehrtag zu Einkehrtag, viele Wallfahrten, Gebetstreffen, heilige Messen und andere Liturgien wurden besucht. Wie ein Strohfeuer, das rasch entzündet war, wuchs ihre Begeisterung. Doch was war später? Alles wie weggeblasen. Nur noch die Asche des Strohfeuers blieb übrig. Wie mag Jesus so etwas empfinden? Ist er über diese ehemals begeisterten Gläubigen traurig?
3. Bedrängnis und Verfolgung. Weltweit werden viele Christen wegen ihres Glaubens an Jesus bedrängt oder sogar verfolgt. Wir gedenken ihrer viel zu selten, schließen sie nur selten ins Gebet ein und erheben unsere Stimme kaum für sie. Dabei sind sie diejenigen, die im Glauben standhaft und unsere Vorbilder sind! Jesus sagt über die Oberflächlichen: "Wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall." Sofort. Ohne zu zögern. Bereitwillig? Was ist ihnen die Freundschaft zu Jesus wert? Was ist mir die Freundschaft zu Jesus wert? Bin ich bereit, für ihn zu leiden? Oder gar zu sterben? Bin ich bereit, mein ganzes Leben für Jesus hinzugeben? Jesus spricht an verschiedenen Stellen des Evangeliums darüber, dass seine Jünger Verfolgung und Bedrängnis erleben werden. Ist mir das bewusst? Wie gehe ich damit um?
Gespräch mit Christus: Lieber Jesus, am liebsten wäre mir, dass du mir ein angenehmes Leben bereitest. Eigentlich bin ich faul und möchte nur genießen. Dabei hast du mir niemals ein bequemes Leben versprochen! Im Gegenteil, du wusstest, dass es deinen Jüngern nicht gut ergehen wird und hast versucht, sie vorzubereiten.
Vorsatz: Ich möchte mich einüben in dem Gedanken, dass Leiden und Verfolgung zum Christsein gehört. Ich möchte heute ein kleines Opfer für Jesus annehmen.