Ende April reisten 20 Teilnehmer gemeinsam mit Martin Baranowski LC zur Priesterweihe von 16 Legionären Christi nach Rom. Zur Gruppe gehörten eine zehnköpfige Familie aus Baden-Württemberg, eine Mutter mit ihrem Sohn aus Österreich sowie acht weitere Jugendliche.
Glaube, Freude und Gebet
Bereits am Freitag vor der Weihe nahmen sie am internationalen RC-Gathering teil, einem Treffen von Mitgliedern und Freunden des Regnum Christi. Höhepunkt des Tages war die Feier der Heiligen Messe an der Kathedra Petri, der Generaldirektor P. Carlos Alberto Gutiérrez López LC vorstand.
Am Abend versammelte sich die internationale RC-Gemeinschaft zur eucharistischen Anbetung im Studienzentrum der Legionäre Christi. Im Gebet wurden die Weihekandidaten und die ganze Gemeinschaft dem Herrn anvertraut und um seinen Segen gebeten.
Der Höhepunkt der Reise folgte am Samstag: die feierliche Priesterweihe in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Die Eucharistiefeier stand Msgr. Juan Vicente Córdoba SJ vor, Bischof der Diözese Fontibón, einem Stadtbezirk von Bogotá. Anwesend waren mehr als 210 Legionäre Christi aus verschiedenen Teilen der Welt, außerdem Familienangehörige, Freunde und Mitglieder des Regnum Christi. (wir berichteten)
Wie erlebten die Teilnehmer die Priesterweihe?
Wie würdest du diesen Tag in einem Satz beschreiben?
– gnadenreich (Julia, 17 Jahre)
– Würdig haben wir mit großer Freude die Weihe von 16 Priestern gefeiert, wobei mir auch klar wurde, dass wir alle mit solch einem Ernst unsere Berufung finden und dieser folgen sollten. (Nick, 25 Jahre)
– Ein bewegender und hoffnungsvoller Tag, an dem spürbar wurde, wie lebendig und tragend der Glaube sein und einen tragen kann. (Christian , 18 Jahre)
-Ein sehr besonderer und beeindruckender Tag, an dem man hautnah miterleben durfte, wie junge Männer ihr Leben ganz Gott widmen und zu Priestern werden. (Jakob, 23 Jahre)
– Es war ein wunderschöner und emotionaler Tag, einfach wunderbar. (Philomena)
– Es war ein wunderschöner Tag mit einer krassen Atmosphäre. (Tiffany, 18 Jahre)
Was war heute der stärkste Moment für dich?
– Der stärkste Moment für mich war, als alle Neupriester am Altar ihre erste heilige Wandlung vollziehen durften. Sie haben solch eine besondere Demut und vor allem Freude ausgestrahlt! (Julia, 17 Jahre)
– Tatsächlich war ich bereits am Vortag den Tränen nahe als die Eltern ihre Söhne nach vorne zum HERRN in der Eucharistie gebracht haben. (Nick, 25 Jahre)
– Am meisten berührt hat mich die Anbetung am Tag zuvor: In den Gesichtern der Weihekandidaten spiegelten sich Aufregung, die Schwere der Entscheidung und vielleicht auch Zweifel – und doch waren sie getragen von Hoffnung, Freude und einem tiefen Vertrauen in Gottes Gnade. (Christian , 18 Jahre)
– Genau der Moment ab dem die jungen Männer wirklich zu Priestern wurden. Allein der Gedanke daran ist sehr faszinierend. (Jakob, 23 Jahre)
– Der Moment als die ganzen Priester in die Kirche eingezogen sind, war einfach unbeschreiblich wunderschön. (Philomena)
– Das Strahlen der Priester zu sehen, nachdem sie geweiht worden sind. (Tiffany, 18 Jahre)
Was bedeutet es für dich, wenn ein junger Mann sein ganzes Leben Gott schenkt?
– Freude. Ich freue mich so sehr, wenn junge Männer für Jesus brennen und sich entscheiden ihm als Priester zu dienen. (Julia, 17 Jahre)
– Ich habe einen Riesenrespekt vor diesen Männern und möchte nach ihrem Vorbild auch meine Berufung finden und kompromisslos dem HERRN dienen. (Nick, 25 Jahre)
-Für mich ist es ein unglaublich starker Moment. Da ich selbst auf dem Weg der Berufungsfindung bin und den Wunsch habe, Priester zu werden, kann ich die Tiefe dieser Entscheidung, die Zweifel und auch die Selbstlosigkeit von ganzem Herzen nachempfinden. Es fällt mir schwer, etwas anderes als großen Respekt und tiefe Demut gegenüber diesen jungen Männern zu empfinden, die sich ganz Gott und ihren Mitmenschen schenken. (Christian , 18 Jahre)
– Es ist sehr beeindruckend, wenn man überlegt wie viele junge Männer heutzutage vor allem andere Dinge an erste Stelle setzen. Dass es dann noch Männer gibt, die das alles zur Seite stellen und ihr Leben wirklich nur Gott geben. ist sehr schön zu sehen. (Jakob, 23 Jahre)
– Es ist erstaunlich sein ganzes Leben Gott hinzugeben und der Gedanke daran erfreut mich. (Philomena)
– Eine unglaublich starke Entscheidung die ein en Neuanfang und einen großen Schritt in seiner Berufung bedeutet. (Tiffany, 18 Jahre)
Was würdest du jemandem sagen, der noch nie bei einer Priesterweihe war?
– Du musst unbedingt mal eine Priesterweihe besuchen! Es ist echt besonders. Die jungen Priester strahlen eine Freude aus, die die ganze Basilika erfüllt. Nachher fühle ich mich selbst immer bestärkt im Glauben und im Vertrauen, dass Gott aus einem einfachen Leben etwas so Großes machen kann. (Julia, 17 Jahre)
– Von diesem Sakrament sollte man nicht nur lesen, sondern es erleben. (Nick, 25 Jahre)
-Den Umfang und die Tiefe dieses Ereignisses versteht man erst, wenn man einmal selbst dabei war. Miterleben zu dürfen, wie 16 junge Männer sich ganz hingeben, um die Nachfolge Christi anzutreten, ist ein unglaublich heiliger und wahrhaftiger Moment. Erst dadurch beginnt man wirklich zu begreifen und wertzuschätzen, welches Opfer diese Männer täglich für andere auf sich nehmen. (Christian , 18 Jahre)
-Das ist ein Erlebnis, was man auf jeden Fall gesehen haben muss. Genau den Moment mitzuerleben dürfen, in dem die Männer ihre mehrjährige Ausbildung beenden und zum Priester werden ist sehr besonders. (Jakob, 23 Jahre)
– Eine Priesterweihe zu erleben ist etwas so besonderes und auf jeden Fall sehenswert. Die Atmosphäre, das Strahlen und die Umgebung prägen und sind einfach wunderbar. (Philomena)
– Unbeschreiblich und nicht mit weltlichen Worten zu erklären. Man muss dabei gewesen sein! (Tiffany, 18 Jahre)
Teilnehmende Mutter aus Österreich:
Ein besonders berührender Moment war, als die Weihekandidaten von ihren Vätern in die Anbetung geführt wurden. Sie übergaben so ihren Sohn dem himmlischen Vater. Noch stärker bewegte mich aber der Augenblick, als diese auserwählten Söhne am Tag der Priesterweihe auf dem Boden lagen und die ganze Basilika für sie betete. Man spürte, hier geschieht etwas Großes, dass der Himmel sich in besonderer Weise öffnet, Gott spürbar anwesend ist und Gnadenströme herabgießt. Ein Erlebnis, bei dem Himmel und Erde sich verbinden. Die Dankbarkeit ist groß, dass wir das erleben durften.
P. Martin Baranowski LC – Begleiter der Gruppe
Wenn Sie auf Ihre eigene Priesterweihe zurückblicken: Was ist Ihnen bis heute geblieben?
Wenn ich an meine Priesterweihe vor nun über 16 Jahren zurückdenke, dann scheint es mir, als sei damals eine Lawine der Gnade losgetreten worden, durch die nun immer mehr Menschen die Geschenke der Liebe und Gnade Gottes erfahren dürfen. All die Messen, Beichten, Krankensalbungen aber auch Momente der Seelsorge und Verkündigung haben in dieser Weihe ihren Ursprung. Durch die Freude, die Geschenke Gottes verteilen zu dürfen, ist auch meine eigene Gottesbeziehung gewachsen.
„Was hat Sie heute innerlich berührt?“
Die Feier war für mich auch deswegen ergreifend, weil sie am gleichen Ort stattfand, an dem ich auch selbst die Weihe empfangen durfte. Besonders die Weiheversprechen waren für mich ein Moment, mir den priesterlichen Auftrag neu bewusst zu machen und mein damaliges Ja erneut zu bekräftigen.
Was möchten Sie dem neu geweihten Priester heute mitgeben?
Das Entscheidende bleibt immer die persönliche Freundschaft und Beziehung mit Christus: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“ (Augustinus). Dazu ist wichtig, dass dieses Feuer nicht unter all dem, was ich für den Herrn tun möchte, erstickt wird. Ebenso erfahre ich: „Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.“ (Neh 8,10).
„Was bleibt nach vielen Jahren Priestertum das Schönste?“
Nicht mehr nur der Glaube, sondern die Erfahrung, dass Gott wirkt – und zwar nicht nur in der Vergangenheit oder bei anderen, sondern auch heute und durch mich. Zeuge des vielfältigen Wirkens Gottes zu sein, der mit jedem Menschen einen ganz persönlichen Weg geht und einen Plan des Erbarmens und des Heiles hat, überrascht und fasziniert mich immer wieder.