„Das Leben hingeben wie der gute Hirte“

Am 2. Mai 2026 empfingen 16 Legionäre Christi in Rom die Priesterweihe – Bericht, Fotogalerie und Video.

Am Samstag, dem 2. Mai, wurden 16 Legionäre Christi zu Priestern geweiht. Die Feier fand in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern in Rom statt.

Die 16 Legionäre Christi stammen aus Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Mexiko, Panama und Venezuela. Geweiht wurden sie in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern, die Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert über dem Grab des Apostels Paulus errichten ließ. Musikalisch begleitet wurde die Feier von einem Chor aus Seminaristen und Gottgeweihten Frauen des Regnum Christi sowie von der koreanischen Flötistin Mihi Kim.

Die Eucharistiefeier leitete Msgr. Juan Vicente Córdoba SJ vor, Bischof der Diözese Fontibón, einem Stadtbezirk von Bogotá. Anwesend waren mehr als 210 Legionäre Christi aus verschiedenen Teilen der Welt, außerdem Familienangehörige, Freunde und Mitglieder des Regnum Christi.

„Gott ist groß“

Die hl. Messe begann um 10.00 Uhr. Für die neuen Priester markierte sie einen der wichtigsten Augenblicke ihres Lebens – nach mehr als einem Jahrzehnt der Ausbildung. Pater Daniel Fernández Díaz del Castillo LC aus Kolumbien, einer der Neupriester, beschreibt diesen Moment so: „Gott ist groß. Da sind viele Gefühle. Gott hat mir alles gesagt.“

Ähnlich äußerte sich Neupriester Pater Patricio Bringas LC (Mexiko), der sein Noviziat in Deutschland absolviert und seine erste Profess in Altötting abgelegt hatte (wir berichteten). Für ihn steht vor allem die Freude im Vordergrund: „Glücklich, sehr glücklich – ich finde kein anderes Wort für diesen Moment.“  Im Kurzvideo auf YouTube erinnert er sich kurz vor seiner Priesterweihe daran, welche Bedeutung die zwei Jahre Noviziat für ihn auf dem Berufungsweg hatten.

Pater Jorge Leaños LC, ebenfalls neu geweiht, erinnert sich: „Meine Berufungsfrage begann schon sehr früh. Als ich acht Jahre alt war, lernte ich einen Priester der Legionäre Christi kennen. Seine Art, sein Zeugnis und seine Freude haben mich tief beeindruckt, und zum ersten Mal konnte ich mir vorstellen, selbst eine solche Berufung zu haben.“

Tausende Menschen begleiteten diesen Augenblick, allen voran die Familien der Neupriester. Aus ihren Gesichtern, Umarmungen und Applaus sprachen Freude, Bewegung und Dankbarkeit – auch als Zeichen ihrer Bereitschaft, die Berufung ihrer Söhne, Brüder, Neffen und Enkel mitzutragen.

„Das Leben hingeben wie der gute Hirte“

In seiner Predigt verwies Msgr. Juan Vicente Córdoba SJ auf das Zweite Vatikanische Konzil und dessen Dekret Presbyterorum Ordinis: „Die Priester üben ihr heiliges Amt vor allem in der eucharistischen Feier oder Synaxis aus, in der sie ‚in person christi‘ (lat. an Christi statt) handeln, sein Geheimnis verkünden und die Gebete der Gläubigen mit dem Opfer ihres Hauptes verbinden“ (PO, 2).

Daran anknüpfend betonte er: „Wenn die ganze Kirche aus der Eucharistie lebt, dann muss erst recht das priesterliche Leben eine eucharistische Gestalt haben, sie leben und verkörpern: das eigene Leben hingeben für die Schafe wie der gute Hirte – und dafür sorgen, dass keines verloren geht.“

Weiter sagte er an die Neupriester gerichtet: „Ihre Weihe wird von heute an zum priesterlichen Leben: zum Leben Jesu, des Guten Hirten, der in Ihnen wohnt. Sie wird zu einer Liebe, die dem Sünder vergibt, den Verlorenen sucht, sich für die ihr anvertrauten Menschen verzehrt, sich vervielfacht und im apostolischen Wirken Frucht bringt; zu einer Liebe, die den Leidenden und vom Leben Verwundeten Trost schenkt, die die Armen niemals im Stich lässt und beharrlich nach Heiligkeit strebt, um das Herz Gottes in der Welt besser widerspiegeln zu können.“

Zudem vertraute er die neuen Priester der Gottesmutter an: „Möge die Jungfrau Maria, Unsere Liebe Frau von Guadalupe, Königin der Apostel, Sie auf diesem Weg und in dieser Sendung begleiten. Ihr weihe ich Sie, und ich bitte Sie, sich ihr anzuvertrauen, wie es die Apostel in ihrer evangelisierenden Aufgabe getan haben. Möge sie Trost, Antrieb und Gnade in Ihrem Leben und in Ihrem Dienst sein.“

Am Ende erfüllte Applaus die gesamte Basilika, als die Neupriester ihren Angehörigen begegneten – ein bewegender Moment, voller Freude und Zuversicht. Und ein Ausdruck dafür, dass die Neupriester auch in Zukunft nicht allein sind, sondern weiter getragen durch Gott, ihre Familien und ihre Mitbrüder in der Ordensgemeinschaft, die vor alle für sie beten.

Jesus Christus im Mittelpunkt

Der Ausbildungsweg bei den Legionären Christi dauert etwa 12 Jahre. In dieser Zeit prüfen die jungen Männer zusammen mit ihren Ausbildern gründlich ihre Berufung und wohin Gott sie im Leben ruft. Die Ordensleute studieren in dieser Zeit Geisteswissenschaften, Philosophie und Theologie, und absolvieren ein apostolisches Praktikum in Einrichtungen der Legionäre Christi und des Regnum Christi.

Das Ziel der Priesterbildung der Legionäre Christi besteht darin, einen Priester auszubilden, in dessen Lebensmittelpunkt Jesus Christus steht, den er allen Menschen nahebringen möchte. Die Ratio Institutionis „Christus vita vestra“ ist der Schlüssel zu diesem Weg der Bildung.

Wir über uns

Zum Ende des Jahres 2025 ist die Kongregation der Legionäre Christi, die 1941 gegründet wurde, dauerhaft in 23 Ländern präsent. Sie ist in neun Territorien und zwei Delegationen gegliedert. Zur Kongregation gehören zehn Sitze der General- oder Territorialleitung, 95 Niederlassungen, ein Studienzentrum der Philosophie und eines der Theologie, eine Gemeinschaft studierender Priester in Rom, eine Priesterresidenz in Mexiko, ein Zentrum für Humanistische Studien in den USA, fünf Noviziate und sieben Apostolische Schulen. Außerdem unterhält sie ein Päpstliches Internationales Kolleg in Rom sowie ein interdiözesanes Seminar und theologisches Institut in São Paulo, Brasilien.

Fotogalerie und Video von der Priesterweihe

► Auf dem „flickr“-Profil der Legionäre Christi finden Sie eine Foto-Galerie vom Tag.

► Das Video von der ganzen Priesterweihe finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Legionäre Christi (auf Spanisch).

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