Dienstag,
15. September 2026
Testamentarische Verfügung
15. September 2026
Dienstag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Gedächtnis der Schmerzen Mariens
P. Thomas Fox LC
Joh 19,25-27
In jener Zeit standen bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Mágdala. Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Einführendes Gebet: Herr, wenn man sich Dir nähert und sieht, wie sehr Du Dich hingibst, kann es zu diesen Momenten kommen, die unvergesslich sind. Etwas von Deiner Heiligkeit wird spürbar: ein Hauch, eine Ahnung, eine Wahrnehmung von Liebe. Bitte berühre mich, berühre uns und schenke uns Sündern Dein Erbarmen!
Bitte: Verbinde mich mit Maria und lass mich mein Leben vertrauensvoll mit ihr als meiner lieben geistigen Mutter leben.
1. Der letzte liebevolle Austausch. In ihrer Einfachheit und ihrem Ernst ist diese Szene unnachahmlich: Vom Kreuz herab schaut Jesus auf Maria und Johannes und vertraut sie einander an. Während er in den letzten Atemzügen liegt. Es wird die letzte Szene Seines irdischen Lebens sein, in der sie Ihn Auge in Auge erleben und Sein Wort an sie persönlich gerichtet vernehmen. Für immer verbindet Er sie miteinander durch Sein Wort, auf geistige Weise. Er verweist sie aufeinander und verwendet dafür das natürliche Bild der Mutter-Sohn-Beziehung.
2. Antwort kommt sofort. Dieses "von jener Stunde an" (nahm sie der Jünger zu sich) spricht Bände. Ohne zu zögern anerkennt Johannes, versteht und setzt er das Wort Jesu um. Wer würde denn auch das Wort Gottes anzweifeln, wenn es ihm so direkt und unter so dramatische Umständen mitgeteilt wird? Maria ihrerseits verhält sich wie immer, als "Magd des Herrn", und lässt das Wort Ihres Sohnes an sich geschehen. Bis heute verehrt sie die ganze Kirche als ihre Mutter. Durch ihr Gebet, so manches Wunder und durch viele Erscheinungen hat sie alle Generationen von Christen ihre Nähe spüren lassen.
3. "Unwiderruflich sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes." Wem Gott eine Sendung anvertraut hat, der hat die Möglichkeit, darin beständig voranzuschreiten: Mit Gott werden sich ihm immer neue Horizonte auftun. So hätte man sagen können: Die Mutterschaft Mariens war schon dadurch ausreichend außergewöhnlich, dass sie die Mutter des einziggeborenen Sohnes Gottes war. Dass der Herr sie jetzt auch noch als Mutter der Söhne und Töchter einsetzt, die aus der Erlösung hervorgehen, war nicht notwendig darin enthalten. Dennoch: Der stete Gehorsam gegenüber Gottes Verfügungen macht alles vorher Geschehene umso solider und schafft eine Dynamik der Unumkehrbarkeit: Man kann nicht mehr dahinter zurückgehen. – Einmal Muttergottes, immer Muttergottes. Einmal Mutter der Erlösten, immer Mutter der Erlösten. Einmal Priester, … Einmal verheiratet, …
Gespräch mit Christus: Herr Jesus Christus, diese Stunde möge etwas in mir verändern, sodass ich meine Herz Maria zuneige und sie in mein Leben hineinnehme.
Vorsatz: Keinen Tag mehr ohne ein kurzes Gespräch mit Maria verbringen und zu ihr aufblicken.