Mittwoch,
2. September 2026
Gebetszeiten
2. September 2026
Mittwoch der zweiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Felix Honekamp
Lk 4,38-44
In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge von Kafárnaum und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber und sie baten ihn für sie. Er beugte sich über sie und gebot dem Fieber. Da wich es von ihr und sie stand sofort auf und diente ihnen. Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Gebrechen hatten, zu Jesus. Er legte jedem von ihnen die Hände auf und heilte sie. Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da drohte er ihnen und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Christus war. Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn; und sie kamen zu ihm hin und wollten ihn festhalten, damit er nicht von ihnen wegginge. Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und er verkündete in den Synagogen Judäas.
Einführendes Gebet: Herr, du selbst hast dich als Mensch immer wieder in die Einsamkeit zurückgezogen. Auch ich habe Sehnsucht nach einer solchen Zeit und einem solchen Ort. Nicht, um einsam zu sein, sondern um mit dir zusammen zu sein.
Bitte: Mein Herr und mein Gott, schenke mir die Einsicht in die Notwendigkeit einer guten Gebetszeit, einer "Quality Time" mit dir, mindestens einmal am Tag.
1. Ein einsamer Ort. Ich bin immer wieder überrascht, wenn sich Jesus als so menschlich zeigt – mit Hunger, Durst, Tränen … aber vor allem: Mit dem Wunsch nach einem einsamen Ort zum Gebet. Immer wieder wird berichtet, dass Jesus allein auf einen Berg oder an einen anderen einsamen Ort ging, um zu beten. Und dann frage ich mich: Wenn Jesus sich die Zeit zum Gebet nimmt, wie kann ich dann glauben, dass ich mein Gebet auch noch später, irgendwann, vielleicht aber auch heute gar nicht verrichten kann?
2. Tagesanbruch. Und dann glaube ich auch noch: Wenn es jetzt gerade nicht geht, dann vielleicht später. Wäre es aber nicht besser, dem Beispiel Jesu zu folgen? Es wird von vielen Gebeten berichtet, aber eben auch von denen am frühen Morgen. Ich bin sicher, dass diese Berichte auch eine Anleitung für mich sind: Zieh dich an einen einsamen Ort zurück, noch bevor der Tag dich mit seinen Aktivitäten und Pflichten gefangen nimmt … und diese beste Zeit des Tages, schenke Jesus.
3. Aber wenn ich doch müde bin … Auf den Einwand, dass ich so früh aufstehen müsste, um noch ein gutes Morgengebet zu haben und gleichzeitig nicht zu spät in den Arbeitstag zu starten, gibt es eine einfache Antwort oder besser Berechnung: Wenn ich X Minuten beten möchte, und damit um Y Uhr fertig sein muss, dann muss ich um Y Uhr minus X Minuten aufgestanden sein und damit beginnen. Und wenn ich von da aus 7 bis 8 Stunden zurückrechne, weiß ich, wann ich ins Bett gehen muss, um nicht zu müde zu sein. Geht nicht? Was ist denn dann die höhere Priorität?
Gespräch mit Christus: Mein Jesus, mit deinem Leben gibst du ein Beispiel, wie auch ich leben sollte. Aber gerade bei den praktischen Dingen fällt mir das oft schwer. Dabei habe ich solche Sehnsucht nach Zeit mit dir, eine Sehnsucht, die du in mein Herz gelegt hast. Und du wartest auf mich und freust dich, wenn ich mir die Zeit nehme.
Vorsatz: Ich passe ganz langsam meinen Tagesrhythmus an, um ausreichend Zeit zum Gebet zu finden. Dafür ziehe ich mich dann an einen Ort zurück (vielleicht eine Kapelle, eine Gebetsecke zu Hause oder einfach nur ein Raum, wo ich in Stille sein kann), an dem ich auch ungestört beten kann.