Montag,
13. Juli 2026
"All in"
13. Juli 2026
Montag der fünfzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Heinrich II. und Hl. Kunigunde, Kaiserpaar
Thomas Schaffrath-Chanson
Mt 10,34-11,1
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen. Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.
Einführendes Gebet: "Ich bitte dich, mein Gott, lass mich dich erkennen, lass mich dich lieben, auf dass ich in dir meine Freude finde." (Hl. Anselm)
Bitte: Bitte hilf mir, von deinen Worten nicht überfordert zu sein und schenke mir einen Zugang, der mein Leben bereichert.
1. Raus aus der Komfortzone! Diese Unterweisung Jesu ist eine "tour de force" in ihrer Metaphorik, Kraft und Konsequenz. Das ist keine harmonische Lehre voller Annahme, Verständnis und Frieden. Diese Stelle aus Matthäus ist ein Lebensprogramm für die Entscheidung für oder gegen die Nachfolge mit glasklarer Beurteilung am Ende. Der Text türmt sich auf wie eine hohe Welle, die einen überrollt, mitreißt und durcheinanderwirbelt – allerdings auch weit trägt. Das nennen wir Glauben.
2. Das Irdische verlieren. Jesus zählt diejenigen sozialen Bindungen auf, die uns lieb und teuer sind und die zugunsten der Liebe zu Jesus (zumindest) relativiert werden müssen. Dies ist nötig, um uns von Dingen und Menschen lösen zu können, letztlich das Ego zu überwinden und dem Herrn zu dienen, indem wir anderen dienen. Das nennen wir Nächstenliebe.
3. Das Ewige gewinnen. Indem wir Jesus nachfolgen, versuchen wir, ihm ähnlicher zu werden. Es entsteht ein unirdischer Widerspruch: Ein gutes Leben auf Jesus hin zu führen, heißt, ein Leben in Fülle im Hinblick auf die Ewigkeit zu erstreben. Wir kennen dieses zukünftige Leben nicht und müssen einfach seiner Verheißung folgen. Das nennen wir Hoffnung.
Gespräch mit Christus: Herr, lass mich teilhaben an der göttlichen Kraft, da die irdische mit Sicherheit nicht ausreichen wird. Schenke mir den heiligen Geist, um im Alltag präsent und aktiv zu sein.
Vorsatz: Heute spüre ich Gelegenheiten auf, in der Familie oder Arbeit oder Gemeinde, bei der ich "all in" gehen kann für den Herrn.