Samstag,
16. Mai 2026
Trau dich zu bitten
16. Mai 2026
Samstag der sechsten Osterwoche
Hl. Johannes Nepomuk, Priester, Märtyrer
Michaela Hrgovic
Joh 16,23b-28
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Was ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr noch um nichts in meinem Namen gebeten. Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist. Dies habe ich in Bildreden zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in Bildreden zu euch sprechen, sondern euch offen vom Vater künden werde. An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.
Einführendes Gebet: Heute bitte ich dich für alle Menschen, die dich nicht kennen und im Leben umherirren, auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Schenke ihnen die Gnade, dich zu finden und vom Irrweg zu dir zurückzukehren. Berühre sie und rufe sie beim Namen.
Bitte: Herr, heute möchte ich ganz besonders in deiner Nähe sein und tief in deine Gegenwart kommen. Schenke mir diese Zeit der Stille und gieße deinen Heiligen Geist über mich aus, damit ich deine Stimme hören und mich bei dir ausruhen darf.
1. Gebet, das Freude schenkt. Das vertrauensvolle Gebet ist eine Einladung Gottes, in seine Gegenwart zu kommen und mit ihm in Beziehung zu treten, wie ein Vater mit seinem Kind. Gebet formt dich, verbindet dich mit Gott, schenkt Frieden und Halt, ordnet dein Herz, stärkt dein Vertrauen und bringt Licht und Trost. Du darfst mit allem zum Vater kommen, im Namen Jesu. Bitte, und du wirst empfangen, nicht nur eine Antwort, sondern eine Freude. Vertraue dich dem Vater an, der hört.
2. Wenn das Geheimnis klar wird. Die Jünger dürfen selbst im Namen Jesu zum Vater kommen, ohne Angst und ohne Umwege. Denn hinter allem steht eine tröstliche Wahrheit, der Vater selbst liebt uns nicht erst, wenn wir perfekt sind, sondern weil wir Jesus lieben und ihm vertrauen. So wird Gebet nicht nur eine Bitte um Hilfe, sondern Ausdruck einer lebendigen Beziehung, ich darf kommen, weil ich ein geliebtes Kind Gottes bin.
3. Jesus geht voraus. Was ist der Ursprung unseres Lebens? Was lehrt uns Jesus, der uns vorausgeht? Der Sinn unseres Lebens besteht darin, in der Nachfolge Christi zur Heiligkeit zu wachsen. Der Tod ist nicht das Ende, sondern ein Übergang in die Herrlichkeit Gottes, in das ewige Leben bei ihm. Jesus kommt vom Vater, tritt in unsere Welt hinein, teilt unser Leben und kehrt zum Vater zurück. Damit zeigt er: Sein Ursprung ist Gott, und sein Ziel ist Gott. Das schenkt uns Trost und Orientierung. Wenn Jesus heimkehrt, geht er nicht einfach weg, sondern geht voraus und öffnet uns den Weg zum Vater.
Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich danke dir für die Gnade deiner Auferstehung und für das Geheimnis der Osterzeit. Ich danke dir auch für das Rosenkranzgebet zum Heiligen Geist und dafür, wie viel Gnade du dadurch schenkst. Gib mir die Gaben des Heiligen Geistes, damit mein Gebet tiefer wird und meine Beziehung zu dir in deiner Gegenwart lebendig wächst. Führe und leite mich auf deinem Weg. Schenke mir ein Apostolat, in dem ich dir und den Menschen dienen darf.
Vorsatz: Heute halte ich Ausschau nach einem suchenden Herzen und gebe Zeugnis für Jesus.