Donnerstag,
14. Mai 2026
Gesandt in alle Welt
14. Mai 2026
Christi Himmelfahrt
Hochfest
Michaela Hrgovic
Mt 28,16-20
In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Einführendes Gebet: Jesus, ich danke dir für die Gnade, bei dir zu sein und mich bei dir auszuruhen. In dieser Stunde darf ich bei dir auftanken, in dein Wort eintauchen, das eine Lebensquelle ist, und es verinnerlichen. Schaffe mich neu, erneuere mein verwundetes Herz, ich lege es in deine Wunde.
Bitte: Herr Jesus, lass mich jetzt in deine Gegenwart kommen und schenke mir Stille und Ruhe, eine kleine Auszeit, weg vom Alltag und vom Lärm. Stärke mich.
1. Du bist nicht allein. Jesus, du rufst deine Jünger auf den Berg zu dir. An einen abgeschiedenen Ort, fern vom Lärm, an dem Hören, Staunen und Anbetung möglich werden. Du rufst sie nicht, weil sie schon stark sind, sondern weil du sie liebst. Auch in mir ist manchmal Anbetung und zugleich Zweifel. Ich danke dir, dass du mich trotzdem ansiehst, auf mich zugehst und mir neu zusprichst: Du bist nicht allein.
2. Anbetung trotz Zweifel. Die Jünger haben von Jesus die Gnade empfangen, ihm auf dem Berg zu begegnen, eine Zeit der Stille, der Anbetung und der Ausrichtung auf ihn. Sie dürfen sein Angesicht sehen, und dennoch zweifeln einige von ihnen. Wie sieht es in meinem Inneren aus? Zweifle auch ich?Herr Jesus, ich sehe die Jünger vor mir, sie fallen vor dir nieder und doch ist da Zweifel. So ist es auch in mir. Und du weist mich nicht zurück. Du kommst näher und sprichst mir zu, dass deine Vollmacht Himmel und Erde umfasst, auch mein Leben. Darauf will ich mich heute verlassen. Richte meinen Blick auf dich und stärke meinen Glauben.
3. Gesandt in alle Welt. Jesus sendet seine elf Jünger hinaus in die Welt. Er vertraut ihnen, trotz ihrer Grenzen. Sie sollen das Evangelium verkünden und Menschen taufen. In der Taufe beginnt ein neues Zugehören. Aufnahme in Gottes Gemeinschaft und in die Kirche. Die Jünger sollen lehren, was Jesus aufgetragen hat. Nicht nur mit Worten, sondern mit einem gelebten Leben.
Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich danke dir für dein Vertrauen. Ich danke dir für alles Erdenkliche; ich lobe dich und preise dich für alles, was du mir gegeben hast.
Vorsatz: Heute möchte ich dir einen Menschen anvertrauen, den du mir ans Herz legst. Gib mir Mut, ihn nicht aus eigener Kraft zu überzeugen, sondern ihn dir hinzuhalten und selbst ein stilles, glaubwürdiges Zeugnis deiner Nähe zu sein. Amen.