Dienstag,
12. Mai 2026
"Es ist gut, dass ich gehe: Der Beistand kommt"
12. Mai 2026
Dienstag der sechsten Osterwoche
Hll. Nereus und Achileus, Märtyrer
Hl. Pankratius, Märtyrer
Michaela Hrgovic
Joh 16,5-11
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jetzt gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Vielmehr hat Trauer euer Herz erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt der Sünde überführen und der Gerechtigkeit und des Gerichts; der Sünde, weil sie nicht an mich glauben; der Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; des Gerichts, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.
Einführendes Gebet: Herr, lass mich jetzt zur Ruhe kommen, bei dir zu deinen Füßen sitzen und mich bei dir ausruhen. Lass den Alltag von mir abfallen und mich in deine Gegenwart kommen. Herr, ich danke dir für diese kostbare Zeit der Stille und deine Nähe.
Bitte: Ich bitte dich, meinen Blick auf dich zu richten, damit ich nie von deinem Weg abkomme, auch wenn es schwierig wird. Nimm mich an die Hand, geh mir voraus, und lass nicht zu, dass ich dich hinter mir herziehe. Lehre mich, dir zu vertrauen, denn du machst keine Fehler. Du sorgst für mich, wie es ein Vater für sein Kind tut.
1. Trauer, die den Blick verstellt. Die Jünger können Jesu Ankündigung, dass er zum Vater zurückkehrt, noch nicht begreifen. Die Nachricht erfüllt sie mit einer lähmenden Trauer, sie spüren Verlust, Abschied und Unsicherheit. Jesus aber macht ihnen deutlich, dass hinter diesem schmerzlichen Moment ein höherer Sinn steht, Gottes Weg geht weiter und sie werden nicht allein gelassen, sondern durch den Heiligen Geist gestärkt und geführt.
2. Warum Jesu Weggang ein Geschenk ist. Lieber Jesus, vielen Dank, dass du durch deinen Weggang den Beistand zu uns sendest. Er kann jetzt in unseren Herzen wohnen, er leitet uns, erinnert uns an dich und schenkt Kraft, Wahrheit und Unterscheidung. Ohne ihn wären wir verloren. Um ihn tief im Herzen zu spüren, dürfen wir das Wort Gottes lesen und meditieren, aus ihm Kraft schöpfen und in deine Gegenwart eintauchen, damit er uns heilen und verwandeln kann. Herr, ich danke dir für das Opfer deines Todes, durch das du uns diese Gabe schenken konntest.
3. Wenn Gott das Verborgene offenlegt. Heiliger Geist, komm und bring Licht in mein Herz. Zeige mir, wo ich mich von dir entferne, wo Unglaube und Sünde meinen Blick trüben. Lass mich erkennen, dass Jesus gerecht ist und beim Vater lebt, auch wenn ich ihn nicht sehe. Und wenn Angst in mir aufsteigt, erinnere mich daran: Das Böse hat nicht das letzte Wort.
Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich bitte dich um die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Schenke mir heute besonders die Gabe, die ich jetzt am meisten brauche. Forme mein Herz, leite mich und hilf mir, in deiner Gegenwart und Wahrheit zu bleiben.
Vorsatz: Heute möchte ich eine heilige Messe stiften – für jemanden, der viel Leid trägt.