Mittwoch,
22. April 2026
Der Wille des Vaters
22. April 2026
Mittwoch der dritten Woche nach Ostern
P. Konstantin Ballestrem LC
Joh 6,35-40
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen und doch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen; denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, das ewige Leben hat und dass ich ihn auferwecke am Jüngsten Tag.
Einführendes Gebet: Herr Jesus Christus, ich lege diesen Moment in deine Hände. Schenke mir Stille, Klarheit und ein hörendes Herz. Nimm weg, was mich hindert, und gib mir die Gnade, dein Wort mit Vertrauen aufzunehmen.
Bitte: Vater, schenke mir Hoffnung auf das ewige Leben.
1. Das ewige Leben. Es ist der Wille des Vaters, dass wir ewiges Leben haben. Also nicht mehr nur vergängliches, sondern bleibendes, volles, erfülltes, unangefochtenes, unbedrohtes, frohes, wahres Leben. Das sind Gottes Pläne für uns. Es sind immer Pläne des Heils. Wenn Gott an uns denkt, tut er es immer auf diese Weise. Selbst wenn er aus geheimnisvollen Gründen Leid und Unheil zulässt, hört er nicht auf, diese Pläne des Heils für uns zu haben und zu verfolgen. Unser Vater ist gut – und allmächtig.
2. Dass ich sie auferwecke am jüngsten Tag. "Angesichts des Todes wird das Rätsel des menschlichen Daseins am größten. Der Mensch erfährt […] die Furcht vor immerwährendem Verlöschen. Er urteilt aber im Instinkt seines Herzens richtig, wenn er die völlige Zerstörung und den endgültigen Untergang seiner Person mit Entsetzen ablehnt", so lehrt das zweite vatikanische Konzil (Gaudium et spes, 18). Denn tatsächlich: Wozu sind wir da, wenn wir auf ein Nicht-dasein zulaufen? Jesus hat aber durch seine Auferstehung, seinen Sieg über den Tod, das Rätsel des Daseins gelöst. Durch sein Ostern, das wir in diesen Tagen immer noch feiern, verwirklicht Gott seine Heilspläne für uns. Das endgültige Unheil, der Tod, ist besiegt. So scheint uns als Licht am Horizont unseres Lebens das Heil auf. Die Fülle des Seins statt des Nicht-seins.
3. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Wie kommen wir in dieses Heil hinein? Durch den Glauben an Jesus Christus: "Jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt." Jesus ist der Weg ins Heil. Ihn sehen und an ihn glauben, das heißt ihn erkennen im Evangelium, in der Eucharistie, auch im Kreuz des Alltags. Ihn immer tiefer kennenlernen, sich auf ihn einlassen, ihm nachfolgen, seine Botschaft umsetzen, in seiner Liebe leben. Wenn wir das ersehnen und uns darum bemühen, wird nicht er es sein, der dieses Unternehmen scheitern lässt. Er wird uns nicht abweisen.
Gespräch mit Christus: Jesus, der Wille des Vaters ist mein Heil: dass ich durch dich ewiges Leben habe. Du weist niemanden ab, der zu dir kommt. Stärke mein Vertrauen, wenn Angst vor Vergänglichkeit kommt, und richte mein Leben auf dich aus.
Vorsatz: Heute will ich eine Sorge um die Zukunft bewusst Gott übergeben und einen Akt der Hoffnung sprechen: "Jesus, ich vertraue auf dich."