Freitag,
17. April 2026
Schenke dich hin
17. April 2026
Freitag der zweiten Woche nach Ostern
Br. Simon Kempen nLC
Joh 6,1-15
In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tibérias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philíppus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philíppus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denáre reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt geworden war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.
Einführendes Gebet: "Herr, wie Du willst, soll mir geschehn und wie Du willst, so will ich gehn; hilf Deinen Willen nur verstehn! Herr, wann Du willst, dann ist es Zeit; und wann Du willst, bin ich bereit, heut und in alle Ewigkeit." (Ausschnitt des Lieblingsgebetes von P. Rupert Mayer)
Bitte: Hilf mir, Dich zu suchen und nicht nur das Gute, was du tust.
1. Die Prüfung Gottes in deinem Leben. Manchmal fühlen wir uns von Gott auf die Probe gestellt. Egal, wie schlimm es uns treffen kann, er meint es gut mit uns, er hat viel Segen für uns. Wie reagieren wir, wenn wir traurig sind, unter Stress stehen oder krank sind? Nehmen wir es auf eine geistige Weise dankbar an und suchen Gottes Plan darin?
2. Das ist es, was ich habe: Oft stehen wir am Arbeitsplatz, in der Familie oder auf unserem persönlichen Lebensweg vor großen Herausforderungen. Zeigen wir dem Herrn, wie es der Apostel Andreas tut, das, was wir zur Verfügung haben, und bitten wir ihn um den Rest; um die nötige Kraft, Geduld oder Hoffnung, damit wir uns im konkreten Fall verschenken können.
3. Tiefes Vertrauen und unschlagbare Geduld. Wenn uns Jesus geholfen hat, empfängt er von uns Lobpreis und Dank für das unverdiente Geschenk. Wir machen ihn zum König unseres Lebens. Aber loben, danken und lieben wir ihn auch, wenn er uns scheinbar nicht geholfen hat? Vertrauen wir mit der kleinen Therese von Lisieux auf den kleinen Weg, in Trostlosigkeit und Misserfolg, dass sein Wille das Beste für uns ist? Machen wir ihn nicht nur zum König, wenn er uns Gutes getan hat, sondern immer, weil er Gott ist.
Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich weiß das du mich bedingungslos liebst. Auf diese deine Liebe möchte ich zugehen und dich, sowie meine Mitmenschen um mich herum lieben. Sende mir deinen Heiligen Geist dafür.
Vorsatz: In einer Herausforderung des Tages oder einer schlechten Nachricht dem Herrn vertrauen. (Das stille Wiederholen der Worte "Jesus, ich vertraue auf Dich" kann dabei helfen)