Montag,
26. Januar 2026
Als Missionar in der Welt
26. Januar 2026
Montag der dritten Woche im Jahreskreis
Hl. Timotheus und Titus
Gedenktag
Ilka Haiberger
Lk 10,1-9
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe!
Einführendes Gebet: Herr, hier bin ich. Ich mache es mir bei dir bequem und möchte bei dir und mit dir verweilen. Komm, Heiliger Geist, du Liebe des Vaters und des Sohnes, entzünde mich mit deiner Kraft und schenke mir Einsicht und Glauben.
Bitte: Herr, gib mir ein, was ich reden, denken und tun soll. Gib mir ein, was du mir mit diesem Text aus der Heiligen Schrift sagen möchtest.
1. Alle Menschen der Welt, alle Völker sollen evangelisiert werden. Gestern lasen wir über die Berufung der ersten vier Jünger. Später berief er die 12 Apostel, in Hinblick auf die 12 Stämme Israels. Und im heutigen Evangelium suchte der Herr 72 andere Jünger aus, die er vor sich her sandte. Die Weltchronik der Zeit Jesu kannte 72 Völker. Es ist also schon ein Anklang, dass das Reich Gottes allen Völkern der Welt kundgetan werden soll. 72 kann man aber auch als umfassende Zahl sehen, dass Jesus einfach "uns alle" aussendet, also jeden einzelnen Gläubigen. Er sendet uns vor sich her, damit wir den Menschen Zeugnis geben vom lebendigen Gott, der war, der ist und der sein wird.
2. Betet, bevor ihr etwas tut! Jesus beauftragt die Jünger, als Erstes zu beten: "Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!" Bevor wir etwas tun, bevor wir anderen Menschen begegnen, Kranke heilen und das Reich Gottes predigen, sollen wir uns im Gebet an unseren Vater im Himmel wenden. Und wir sollen nicht nur die traditionellen Psalmen zur Ehre Gottes und zu unserem Heil beten, sondern explizit um Mitarbeiter im Weinberg des Herrn bitten. Um Priester, Ordensleute oder Laien, die missionarisch wirken. Das ist ein ausdrücklicher Gebetsauftrag Jesu!
3. Das Erste, was Jesus verkünden lässt, ist der Friede. Interessant, wie Jesus konkret anordnet: zuerst um Berufungen beten, dann losgehen und sich nicht auf dem Weg aufhalten lassen. Wenn wir dann am Ort der Verkündigung ankommen, sollen wir Frieden wünschen. Der Friede soll zuerst verkündet werden, dann erst kommen Krankenheilungen und die Botschaft vom Reich Gottes. Der erste Gruß Jesu an die Jünger nach seiner Auferstehung war: "Friede sei mit euch". Auch die ersten öffentlichen Worte von Papst Leo nach seiner Wahl waren: "Der Friede sei mit euch allen!" So sollen auch meine ersten Worte immer Worte des Friedens sein!
Gespräch mit Christus: Mein Herr und mein Gott, wenn ich auf dich schaue, habe ich Frieden im Herzen. Ich weiß, dass du mächtig und unendlich groß bist. Du liebst mich und möchtest mich bei dir haben. Lass mich auf deine Liebe antworten. Lass mich auf dich hören. Ich möchte mich von dir senden lassen. Herr sag mir, wohin du mich heute senden möchtest!
Vorsatz: Den Menschen, zu denen mich Jesus sendet, möchte ich als Erstes seinen Frieden wünschen.