Sonntag,
14. September 2025
"The Gospel in a Nutshell"
14. September 2025
Kreuzerhöhung
Fest
Felix Honekamp
Joh 3,13-17
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodémus: Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Einführendes Gebet: Herr, Deine Liebe ist größer, als ich sie mir vorstellen kann. Ich kenne nur meine kleine, menschliche Liebe und habe nur Vergleiche wie die Liebe zu meinem Ehepartner, meinen Kindern, meinen Eltern … Deine Liebe ist unendlich größer als das. Aus dieser Liebe heraus hast Du mich geschaffen, und aus dieser Liebe heraus ist es dein wichtigstes Anliegen, mich zu retten.
Bitte: Mein Herr und mein Gott, lass mich nie daran zweifeln und nie vergessen, wie sehr du mich liebst!
1. Das Wichtigste der Frohen Botschaft. Der freikirchliche amerikanische Prediger Billy Graham sprach im Zusammenhang mit Joh 3,16: "Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat" – einem der beliebtesten Bibelzitate – einmal vom "Gospel in a Nutshell", dem "Evangelium kurz und bündig". Wer nichts vom Evangelium kennt außer diesem Zitat, hat schon das Wichtigste gehört – und vielleicht sogar verstanden.
2. Gottes Liebe. Wenn wir heute über Liebe sprechen, dann ist meistens ein Gefühl gemeint, das sich häufig auch aus dem Bereich der Sexualität speist. Gott treibt bei seiner Liebe aber kein Gefühl um, sie ist bei ihm viel tiefer verankert. Wenn Liebe nämlich im Willensakt begründet ist und bedeutet, das Gute für den anderen zu wollen, dann ist Gott die vollkommene Liebe. Er will das Gute, das Beste für jeden einzelnen von uns – auch für mich, ganz unabhängig davon, wie ich selbst zu Gott stehe. Wenn Gott die Welt liebt, dann liebt er sie nicht abstrakt, sondern jeden einzelnen Menschen besonders. Bin ich mir darüber im Klaren: Gott liebt mich ganz persönlich, will, dass ich bin, und will nur das Beste für mich!?
3. Verloren oder Ewiges Leben. Ich kann mich von Gott abwenden, auch wenn er das nicht tut. Ich kann mein Heil und meine Heilung in mir selbst oder in dieser Welt suchen, statt in Gott, dem einzigen Heil. Mit dieser Abwendung kann ich tatsächlich verloren gehen. Wenn Gott in seiner Liebe will, dass ich nicht "verloren gehe", dann heißt das auch, dass diese Möglichkeit tatsächlich besteht. In der Fernsehserie "The Chosen" wird der im heutigen Evangelium angesprochene Nikodemus als jemand, dargestellt, der sich tatsächlich nicht aus seinen weltlichen Verstrickungen lösen kann, um Jesus nachzufolgen. Aber wenn ich mir wirklich Sorgen mache, dass mir das passieren könnte, dann bete ich und bin schon auf dem richtigen Weg zum "ewigen Leben", das heißt zur Ewigkeit in Gemeinschaft mit Gott.
Gespräch mit Christus: Mein Jesus, für die hier beschriebene Liebe bist du gestorben. Deine Rettung sieht für mich so aus, dass du dich gerade für mich hingegeben hast: Du bist als Mensch zu uns gekommen, hast als Mensch gelebt, gelitten und bist als Mensch gestorben – für mich, für meine Rettung, für mein ewiges Leben bei dir.
Vorsatz: Ich achte auf die Zeichen, die mir Gottes Liebe für mich – und für alle Menschen – aufzeigen.