Zur Quelle

92 Jugendliche aus Deutschland und Österreich erlebten mit dem Regnum Christi beim 37. Mladifest in Medjugorje Tage voller Gebet, Gemeinschaft und Begegnungen

Rund 70.000 junge Menschen aus aller Welt, Gottesdienste, Katechesen und Gebet – und mittendrin eine Gruppe von 92 Pilgern aus Deutschland und Österreich: Beim 37. Mladifest in Medjugorje erlebten sie eine intensive Zeit des Glaubens. Für manche verlief diese anders als erwartet – und wurde gerade dadurch zu einer besonderen persönlichen Erfahrung.

Am 31. Juli 2026 machte sich ein Doppeldeckerbus vom ApostelHaus Alzgern über Wels auf den Weg nach Medjugorje. Begleitet wurde die Gruppe von P. Karl Maurer LC, Br. Pedro Hernández LC, Michael Kleebauer und Julia Tlucak. Ziel war das 37. Mladifest, das internationale Jugendfestival in Medjugorje, das in diesem Jahr unter dem Motto „Zur Quelle“ stand.

In Medjugorje bezog die Gruppe die Villa Niko. Von dort aus waren sowohl der Erscheinungsberg als auch der Kreuzberg gut zu Fuß erreichbar – zwei Orte, die während der Tage für viele zu wichtigen Stationen des persönlichen Gebets und der Besinnung wurden.

Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und Österreichs, unter anderem aus Rheinland-Pfalz, Frankfurt und Bayern. Gerade diese Mischung prägte auch die Gemeinschaft während der Reise: Junge Menschen lernten einander kennen, tauschten sich über ihren Glauben aus und knüpften neue Freundschaften.

Glaube und Gemeinschaft mit Tausenden jungen Menschen

Im Mittelpunkt der Tage standen das Programm des Mladifestes und eigene Angebote der Reisegruppe. Katechesen und Glaubenszeugnisse, Rosenkranz, Heilige Messe, Beichte und Anbetung bestimmten den Tagesablauf. Hinzu kamen eine Kerzenprozession, ein gemeinsamer Anbetungsabend sowie ein Filmabend über die Gemeinschaft Cenacolo.

Besonders eindrucksvoll war für viele die internationale Atmosphäre: Rund 70.000 Jugendliche und junge Erwachsene aus aller Welt kamen zum Mladifest zusammen. Musik und Gesang, gemeinsame Gottesdienste und Gebetszeiten erinnerten manche Teilnehmer an die Atmosphäre eines Weltjugendtages. Zugleich gab es immer wieder Raum für Stille und persönliches Gebet.

Julia Tlucak beschreibt gerade diese Verbindung von Glauben und Gemeinschaft als besondere Erfahrung: „Ich liebs, in einer Gruppe Gleichaltriger unterwegs zu sein, bei denen Jesus im Mittelpunkt steht.“ Dabei seien tiefe Gespräche und neue Freundschaften entstanden. Für sie sei die Reise „definitiv mein Highlight des Sommers“ gewesen.

Um drei Uhr morgens auf den Kreuzberg

Einer der besonderen Momente der Pilgerfahrt war der nächtliche Aufstieg auf den Kreuzberg. Bereits um drei Uhr morgens machte sich die Gruppe auf den Weg. An den 14 Kreuzwegstationen hielten die jungen Pilger inne und betrachteten gemeinsam den Leidensweg Jesu.

P. Karl Maurer LC erinnert sich besonders an diese Nacht. Die Betrachtungen an den einzelnen Stationen seien den Jugendlichen „tief ins Herz gegangen“. Bei Sonnenaufgang erreichte die Gruppe schließlich den Gipfel und blickte von dort auf Medjugorje hinab.

Für P. Karl gehörte diese Erfahrung zu den stärksten Momenten der Reise. Das Jugendfestival habe die jungen Menschen nicht nur emotional angesprochen, sondern auch „den Geist und die Überzeugungen“ berührt. Sie hätten dort, so beschreibt er es mit Blick auf das Motto des Mladifestes, tatsächlich „zur Quelle“ kommen können – „zu Jesus durch die Mutter Gottes“.

Wenn es anders kommt als erwartet

Dass eine Pilgerreise nicht immer so verläuft, wie man es sich vorgestellt hat, erlebte der 17-jährige Jona aus der Nähe von Mönchengladbach. Von früheren Besuchen in Medjugorje kannte er einen tiefen inneren Frieden. Mit der Erwartung, genau diese Erfahrung erneut zu machen, war er angereist.

Doch dieses Mal blieb das vertraute Gefühl zunächst aus. Das frustrierte ihn. Erst ein langes Gespräch mit einem Freund brachte eine Wende: Jona begann zu verstehen, dass es bei dieser Reise vielleicht nicht in erster Linie darum ging, selbst etwas Bestimmtes zu erleben, sondern für einen anderen Menschen da zu sein.

Das Gespräch wurde für ihn zu einer unerwarteten Glaubenserfahrung. Er entdeckte, dass es nicht nur einen einzigen Weg gibt, auf dem Gott einem Menschen begegnet. Wer bereit ist, für andere da zu sein, kann gerade darin auch selbst beschenkt werden.

„Den Rosenkranz richtig kennen und lieben gelernt“

Auch für Helene aus Frankfurt war es die erste Pilgerreise nach Medjugorje. Sie hatte sich den Ort zuvor wesentlich mystischer vorgestellt. Vor Ort begegnete ihr eine andere Wirklichkeit – die sie dennoch als „richtig, richtig toll“ beschreibt.

Besonders wichtig wurden für sie zwei Beichten und die damit verbundenen geistlichen Gespräche. Auch die Aufstiege auf den Erscheinungs- und den Kreuzberg – einmal ging sie sogar barfuß hinauf – hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Eine besondere Entdeckung war für Helene das Rosenkranzgebet. Sie stammt nach eigener Aussage nicht aus einer praktizierenden katholischen Familie und hatte den Rosenkranz erst rund zehn Monate zuvor kennengelernt. In Medjugorje erlebte sie nun, wie tausende Menschen aus verschiedenen Ländern gemeinsam in unterschiedlichen Sprachen beteten. Dadurch habe sie den Rosenkranz „richtig kennen und lieben gelernt“.

Auch die internationalen Begegnungen wirkten über die Reise hinaus. Helene lernte Menschen unter anderem aus Polen, Litauen, den Niederlanden, den USA und Österreich kennen. Zwei neue Freundinnen aus ihrer näheren Umgebung lud sie nach der Rückkehr bereits zu ihrem Bibelkreis ein.

Was von Medjugorje bleibt

Neben dem geistlichen Programm blieb auch Zeit, die Region kennenzulernen. Die Gruppe besuchte die Kravica-Wasserfälle und die historische Stadt Mostar. Ein gemeinsamer Strandtag im kroatischen Baška Voda bildete den Abschluss der Reise. In der dortigen Kirche St. Nikolaus kamen die Pilger noch einmal zusammen, bevor sie die Heimfahrt nach Deutschland und Österreich antraten.

Bei einer abschließenden Gesprächsrunde zeigte sich, wie unterschiedlich die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer waren – und zugleich, wie sehr Gemeinschaft, Begegnungen und intensive Glaubensmomente die Tage geprägt hatten.

Mit vielen Erinnerungen und neuen geistlichen Impulsen kehrten die 92 Pilger schließlich nach Hause zurück. Was sie in Medjugorje erlebt haben, soll dabei nicht nur Erinnerung bleiben: Die Freude und der Friede dieser Tage sollen auch im Alltag weiterwirken.

92 Jugendliche aus Deutschland und Österreich erlebten mit dem Regnum Christi beim 37. Mladifest in Medjugorje Tage voller Gebet, Gemeinschaft und Begegnungen

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