Dienstag,
6. Oktober 2026
Das Gute wählen!
6. Oktober 2026
Dienstag der siebenundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Bruno, Mönch, Einsiedler, Ordensgründer
Gerd Reimer, RC-Mitglied
Lk 10,38-42
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn gastlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.
Einführendes Gebet: Mein Herr und mein Gott, Du hast Deinen Diener, unseren Heiligen Vater Bruno, in die Einöde geführt, um Dir zu dienen. Seine Fürsprache helfe uns inmitten aller Veränderungen und Anfechtungen in dieser Zeit, Dir treu zu bleiben. Darum bitte ich durch unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit. Amen. (Tägliches Gebet aus der Novene zum heiligen Bruno)
Bitte: Herr, hilf uns, dass wir klug sind und auch in unserem Leben den "guten Teil" wählen, um dir nahe zu sein.
1. Prioritäten setzen. Den Haushalt hat man immer, Jesus als Gast zu haben, ist dagegen schon eine Besonderheit. Wir müssen also Routine und Besonderheit richtig werten. Gilt das in ähnlicher Weise nicht auch für unser Gebetsleben? Wenn wir uns Zeit nehmen, um mit Jesus in Kontakt zu kommen, sollten wir ihn nicht mit Alltäglichen - sprich Gebeten, die er eh schon kennt - zutexten, sondern ihm unser Herz öffnen, ehrlich mit ihm sprechen und vor allem auch auf ihn hinhören.
2. Vorbereitung. In der Regel ist ein Besuch angekündigt und man kann sich darauf vorbereiten. Das gilt auch für unser Gebetsleben. Man kann einen Raum/Platz für das Gebet vorbereiten, eine Kerze anzünden und zum Einstieg die Bibel oder einen geistigen Text lesen. Und dann in Stille auf den Gast warten und sich einfach nur Zeit für IHN nehmen.
3. Priester zu Besuch. Nehmen wir an, ein Priester kommt zu Besuch in unser Haus. Natürlich ist es ein Zeichen von Gastfreundschaft, ihn mit allem zu bewirten, "was der Kühlschrank" hergibt - aber das sollte nicht das Wichtigste sein. Des Weiteren würde er sich über ein intensives Gespräch und aktives Zuhören wohl mehr freuen als über eine kulinarische Höchstleistung.
Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, die Zeit im Gebet wirklich gut zu nutzen.
Vorsatz: Soweit ich es nicht sowieso schon getan habe, bereite ich einen Platz für meine täglichen Gebetszeiten, mit Kreuz, Bibel und Kerze vor und reserviere auch in meinem Terminkalender zumindest gedanklich eine feste Gebetszeit.