Freitag,
18. September 2026
Frauen unterstützten Jesus und die Jünger
18. September 2026
Freitag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Lambert, Bischof, Glaubensbote, Märtyrer
P. Thomas Fox LC
Lk 8,1-3
In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn und auch einige Frauen, die von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susánna und viele andere. Sie unterstützten Jesus und die Jünger mit ihrem Vermögen.
Einführendes Gebet: Herr Jesus, in der jungen Gemeinde, die Du geformt hast, bekannte man einander seine Sünden und man betete füreinander. Von Maria Magdalena wusste man, dass aus ihr sieben Dämonen ausgetrieben worden waren, und von Johanna, dass Du sie von Krankheit geheilt hattest. Wahrscheinlich schreibt deshalb der Apostel Jakobus in seinem Brief: "Darum bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten."
Bitte: Ich möchte mich und meine Mitchristen heute besonders unseren Schutzheiligen anempfehlen, damit sie, während ich bete, für uns beten, mein Gebet in dem stärken, worin es schwach ist, und meine blinden Flecken heilen.
1. Die heilige Johanna. Die von Lukas an dieser Stelle im Evangelium erwähnte Johanna wurde von Jesus geheilt und folgte ihm dann als eine der Jüngerinnen, die Jesus begleiteten. Sie unterstützte ihn sowie die zwölf Jünger finanziell aus ihrem Vermögen. Lukas erwähnt sie dreimal, zweimal namentlich und einmal mit klarem Bezug zur heutigen Stelle, da er auch dort wieder "die Frauen in seiner Nachfolge" nennt, die mit Jesus aus Galiläa gekommen waren und ihn begleiteten. Johanna war auch bei der Grablegung Jesu dabei (vgl. Lk 23,55). Zusammen mit Maria Magdalena und der Maria des Jakobus war Johanna eine der Frauen, die am Ostermorgen zum Grab Jesu gingen, um ihn einzubalsamieren. (Lk 24,10) Sie befand sich daher auch unter den ersten Zeuginnen der Auferstehung.
2. Im Dienst der Barmherzigkeit. Der Überlieferung der seligen Katharina Emmerick nach (aus "Das zweite Lehrjahr Jesu") fanden die Frauen im Gefolge des Herrn heraus, an welchem Ort Herodias den Kopf von Johannes dem Täufer hatte verwahren lassen. Denn nach seiner Enthauptung hatten seine Jünger nur seinen Leib mitnehmen können. – Johanna als Bekannte unter den Frauen der Beamten erhielt aufgrund ihrer guten Worte und von Geschenken schließlich sein Haupt zurück und so gaben ihm diese Frauen auf dem Ölberg eine ehrenhafte Bestattung.
3. Gottesdienst. Die heilige Johanna wird in der Ostkirche "Myronträgerin" genannt – das griechische Wort "myron" bedeutet "duftendes Öl", das myron ist also ein mit duftenden Spezereien angereichertes Olivenöl. In der Westkirche entspricht das unserem "Chrisam". Wie gesagt, Johanna war eine der Frauen, die beobachteten, wie Jesus ins Gab gelegt wurde. Und am Ostermorgen kamen sie mit den Salben und Ölen zum Grab, um damit Jesu Leib einzubalsamieren. Während seines Lebens sind diese Frauen Jesus als Jüngerinnen nachgefolgt. Bei seiner Passion und seinem Tod waren sie zugegen. Auch den letzten Dienst haben sie ihm erweisen wollen. Er war der Mittelpunkt ihres Lebens geworden. In seiner Auferstehung wurde dann sonnenklar, dass ihr Dienst an ihm Gottesdienst gewesen war.
Gespräch mit Christus: Herr, wie schön, dass Du Menschen um Dich gesammelt hast, die Dir unentwegt dienen. Du selbst hast sie zu Dir hingezogen, den Wunsch, Dir nahe zu sein, in sie gelegt, ihnen Erfüllung geschenkt. Wiederhole dieses Wunder in mir und in vielen Menschen, damit wir in Dir und in Deinem Dienst unser Glück finden und auf ewig mit Dir glücklich werden.
Vorsatz: Ich entscheide mich heute neu, Jesus nachzufolgen – als Fundamentaloption, die ich täglich erneuern, bestätigen und umsetzen möchte.