Freitag,
7. August 2026
Jesus, ich hoffe auf Dich
7. August 2026
Freitag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Xystus II., Papst, Märtyrer
Hl. Kajetan, Priester, Ordensgründer
P. Stefan Kavecky LC
Mt 16,24-28
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Herrlichkeit seines Vaters kommen und dann wird er jedem nach seinen Taten vergelten. Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht schmecken, bis sie den Menschensohn in seinem Reich kommen sehen.
Einführendes Gebet: Herr Jesus, ich glaube an dich. Du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Ich glaube, dass du von der Jungfrau Maria geboren wurdest. Ich glaube, dass du begraben worden bist. Ich glaube, dass du auferstanden bist. Ich glaube, dass du für immer zur Rechten des Vaters sitzt. Jesus, ich glaube an dich. Ich vertraue dir mein ganzes Leben an. Möge diese Zeit mit dir die Hoffnung und die Liebe in meinem Herzen stärken.
Bitte: Herr, gib uns bitte den Mut, unser Kreuz auf uns zu nehmen.
1. Er nehme sein Kreuz auf sich. Jesus lädt uns ein, unser eigenes Kreuz auf uns zu nehmen. Diese Einladung hört sich nicht leicht an, denn wir versuchen, vor dem Kreuz zu fliehen. Der Weg Jesu ist es aber, das eigene Kreuz anzunehmen. Vielleicht könnten wir uns heute kurz bewusstwerden: Was macht denn mein Kreuz aus? Welche Einschränkungen? Welche Schmerzen? Welche Personen? Welche Umstände? Welche Frustrationen? Welche unerfüllten und unerfüllbaren Wünsche? Was alles macht mein Kreuz aus? Und wenn wir darauf schauen, hören wir die Einladung Christi: Nimm dein Kreuz auf dich. Seien wir aufmerksam, welche innere Reaktion diese Einladung in uns bewirkt.
2. Davor fliehen? Träumen wir vielleicht von einem Leben, in dem dies oder jenes nicht dabei wäre? Würden wir am liebsten einige Situationen und Umstände aus unserem Leben herausschneiden, um uns einen etwas bequemeren Lebensweg zu sichern? Gibt es da vielleicht etwas von der Haltung, dass wir unser eigenes Leben retten wollen? Jesus sagt: "Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer es aber um meinetwillen verliert, wird es gewinnen." Wir dürfen in aller Ruhe unser Leben aus der Hand geben. In aller Ruhe dürfen wir es wagen, das Leben zu verlieren. Denn wenn es um Jesu willen geschieht, werden wir es gewinnen.
3. Sein Reich wird kommen. Gegen Ende der heutigen Evangelienstelle deutet Jesus darauf hin, dass im Hier und Jetzt nicht alles zu erwarten ist, nicht alles zu erreichen ist, und dass das Kreuz eines Tages von uns genommen wird. Vieles wird einfach der Tod lösen. Wir werden dann nicht mehr in Zeit und Raum leben, und alles Leid, das daraus entsteht, dass wir auf Zeit und Raum begrenzt und der materiellen Welt ausgesetzt sind, wird wegfallen. Die frohe Botschaft des Evangeliums ist nicht, dass wir unser Kreuz annehmen sollen, weil es ohnehin keine andere Möglichkeit gibt. Die frohe Botschaft dieses Evangeliums ist, dass unser Kreuz zum Segen werden kann, dass dieses Kreuz zum Tor zum Leben wird. Und das ist die Einladung: dass wir das jeden Tag vor Augen haben. Wenn wir unter der Last fallen und unzufrieden sind, dürfen wir uns daran erinnern, dass Kreuz und Leid nicht das letzte Wort haben werden. Deswegen dürfen wir es wagen, das Kreuz anzunehmen. Und es wird auch für uns zum Segen und zum Tor zum Leben.
Gespräch mit Christus: Jesus, ich möchte mich heute kurz vor dein Kreuz stellen und dich betrachten. Jesus, ich sehe, dass du vorlebst, wozu du uns einlädst. Möge diese stille Betrachtung deines Kreuzes mir Mut geben, mein Kreuz auf mich zu nehmen.
Vorsatz: Ich verzichte heute auf etwas und werde es jemandem schenken.