Samstag,
25. Juli 2026
Auf dem Weg der Größe
25. Juli 2026
Samstag der sechzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Jakobus der Ältere, Apostel
Fest
Sophie Unglert
Mt 20,20-28
In jener Zeit kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus, fiel vor ihm nieder und bat ihn um etwas. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen! Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, was ihr erbittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Meinen Kelch werdet ihr trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es mein Vater bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Großen ihre Vollmacht gegen sie gebrauchen. Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein. Wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
Einführendes Gebet: Herr Jesus Christus, öffne unser Herz für dein Wort und zeige uns, was wahre Größe in deinen Augen bedeutet.
Bitte: Schenke uns die Gnade, auf dich zu hören und deinem Beispiel mit offenem Herzen nachzufolgen.
1. Der Wunsch, wichtig zu sein. In der Bibel bittet die Mutter von Jakobus und Johannes Jesus darum, dass ihre Söhne einmal die besten Plätze in seinem Reich erhalten. Diese Bitte wirkt vielleicht etwas ehrgeizig, doch sie zeigt eine Sehnsucht, die viele Menschen kennen: den Wunsch nach Anerkennung, Bedeutung und Erfolg. Auch wir möchten wahrgenommen werden und etwas bewirken. Jesus macht jedoch deutlich, dass wahre Größe nicht dort beginnt, wo wir an uns selbst denken.
2. Ein neuer Blick auf Größe. Jesus stellt die Vorstellungen seiner Jünger auf den Kopf. Wahre Größe zeigt sich nicht in Macht und Ansehen, sondern in der Bereitschaft, anderen zu helfen und ihnen zu dienen. Das ist eine Herausforderung, denn im Alltag werden oft die Lauten und Erfolgreichen wahrgenommen. Jesus erinnert dagegen daran, dass besonders die kleinen Taten der Liebe und Hilfsbereitschaft einen großen Wert haben.
3. Dem Beispiel Jesu folgen. Am Ende verweist Jesus auf sich selbst. Er ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um den Menschen zu dienen. Damit wird er zum Vorbild für seine Jünger und für alle, die ihm nachfolgen möchten. Für mich ist das eine Einladung, den eigenen Blick immer wieder neu auszurichten. Nicht die Frage "Wie kann ich größer werden?" steht im Mittelpunkt, sondern: "Wie kann ich für andere da sein?" Genau darin zeigt sich die Haltung, die Jesus seinen Jüngern vorlebt.
Gespräch mit Christus: Du hast uns gezeigt, wie wahre Größe in deinen Augen aussieht. Wir wollen deinem Beispiel folgen und in der Liebe und Demut wachsen.
Vorsatz: Ich tue heute eine kleine Tat der Hilfsbereitschaft.