Freitag,
1. Mai 2026
Euer Herz lasse sich nicht verwirren
1.Mai 2026
Freitag der vierten Woche nach Ostern
Hl. Josef der Arbeiter
Johanna Siemens
Joh 14,1-6
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr. Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Einführendes Gebet: Jesus, ich möchte mich heute an deinen Tisch setzen, wie beim letzten Abendmahl, um auf deine Worte zu hören und mich von ihnen ansprechen zu lassen.
Bitte: Schenke mir die Gnade eines tiefen Glaubens und eines kindlichen Vertrauens.
1. Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Es gibt immer wieder diese Augenblicke, in denen wir fühlen, dass unser Herz verwirrt ist. Wir fühlen uns perplex, in Schock, fassungslos oder einfach mit einem großen Fragezeichen. Manchmal scheint es sogar, dass Gott sich selbst widersprechen würde: "Aber hattest du nicht … gesagt?" "Willst du das wirklich so?" Gerade, wenn der Schmerz und das Kreuz an unsere Türe klopfen, kommen so viele Fragen auf und es ist sehr schwer, Gottes Wege zu verstehen oder anzunehmen. Auch der heilige Joseph ging durch solche Zeiten hindurch: Als er feststellen musste, dass Maria, seine Verlobte, ein Kind erwartete, drehte sich in seinem Kopf und Herzen sicherlich die ganze Welt.
2. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Das Lieblingsgebet des seligen Pater Rupert Mayer kann uns in solchen Zeiten einen Weg bahnen: "Herr, wie du willst, soll mir gescheh’n; und wie du willst, so will ich gehen; hilf, deinen Willen nur versteh’n." und in der letzten Strophe führt er für uns den Grund an: "Herr, weil du’s willst, drum ist es gut; und weil du’s willst, drum hab ich Mut; mein Herz in deinen Händen ruht." An Gott zu glauben, bedeutet zu vertrauen, dass er es besser weiß; dass alles, was er im Leben derer erlaubt, die ihn lieben, zum Guten führt, und dass er uns auch in den schweren Stunden, in Nacht und Finsternis nicht allein lässt, selbst, wenn wir ihn nicht spüren.
3. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Jesus kennt den Weg zum Vater; er weiß, dass es ein Weg ist, auf dem wir einem Kreuz begegnen und er selbst ist uns auf diesem Weg vorausgegangen. Da Jesus selbst der Weg ist, sind wir auf diesem Weg nie allein. Jesus kennt alles, was unser Herz bewegt, und manchmal auch verwirrt. Aber er weiß auch, dass dieser Weg zur Auferstehung, zur tiefen Freude und Fruchtbarkeit führt, und dass es sich lohnt, ihm auf diesem Weg zu folgen.
Gespräch mit Christus: Herr, wie du willst, soll mir gescheh’n; und wie du willst, so will ich gehen; hilf, deinen Willen nur versteh’n. Herr, wann du willst, dann ist es Zeit; und wann du willst, bin ich bereit; jetzt und in alle Ewigkeit. Herr, was du willst, das nehm ich hin; und was du willst, ist mir Gewinn; genug, das ich dein Eigen bin. Herr, weil du’s willst, drum ist es gut; und weil du’s willst, drum hab ich Mut; mein Herz in deinen Händen ruht.
Vorsatz: Heute möchte ich von ganzem Herzen Gott mein Leben übergeben, im Vertrauen, dass er mein Vater ist, der mich liebt, und der immer das Beste für mich möchte, auch wenn ich es nicht immer verstehen kann.