Mittwoch,
25. März 2026
Gott weiß schon, was Er tut
25. März 2026
Verkündigung des Herrn
Hochfest
P. Paul Habsburg LC 2017
Lk 1,26-38
In jener Zeit wurde der Engel Gábriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.
Einführendes Gebet: Herr Jesus Christus, du hast Maria auf besondere Weise behütet, hast sie zu deiner Wohnung erwählt. Ich will jetzt auch im Geiste in ihr Wohnung nehmen, um in ihrem Schoss dir zu begegnen, mit dir zu wachsen, mit dir ganz Mensch zu werden.
Bitte: Komm, Heiliger Geist, lege Gottes Wort in mich hinein und hilf mir, mich aus tiefstem Herzen zu bekehren!
1. Von Gott kommt alles Heil. Hätte Gott auch auf andere Weise Mensch werden können als durch die Jungfrauengeburt? - fragt Josef Ratzinger (in seinem Buch "Einführung in das Christentum"). Und er antwortet: Ja; aber er wollte, dass für den Menschen ersichtlich wird, dass alles Heil von Gott kommt. Oft fühlen wir uns einsam, missverstanden, nicht unterstützt. Im heutigen Text erinnert mich Gott daran, dass ich mich nicht mit einer titanischen Anstrengung selber retten muss: Dafür ist schon einer Mensch geworden.
2. Mit Gott wird alles besser. Wenn Gott in das Leben eines Menschen hineinkommt, dann scheint er oft zunächst alles durcheinander zu bringen. Bei genauerem Hinsehen jedoch wird dann doch immer alles gut, ja sogar besser. Gott macht keine Fehler, er kann auf noch so krummen Zeilen gerade schreiben … auch auf den krummen Zeilen meines Lebens. "Fürchte dich nicht", sagt er durch den Engel. Auch ich brauche mich nicht zu fürchten. Mit Gott wird schließlich alles besser werden, auch wenn es manchmal nicht so aussieht: Er weiß schon, was er tut. 1400 Seiten Bibel geben davon ausführlichstes Zeugnis …
3. Für Gott ist alles möglich. Maria hätte das Wunder an Elisabet wohl nicht gebraucht, um der Botschaft des Engels zu glauben. Das Zeichen gilt vielmehr mir, dem immer wieder der Zeichen Bedürftigen. Gott will mir heute versichern, dass für ihn nichts unmöglich ist. Er tut das ganz bewusst, denn er weiß: Glauben ist nie so ganz gewonnen, nie endgültig. Glaube ist immer einerseits ein Geschenk Gottes und bleibt dann andererseits auch immer eine neuerliche Entscheidung des Menschen. Und ist es nicht gerade das, was ihn so wertvoll macht?
Gespräch mit Christus: Du hast mir gezeigt, dass du mein Retter bist, dass mit dir alles besser wird und für dich alles möglich ist. Ich will jetzt meine Liebe und mein Vertrauen in dich erneuern, will dir mein Herz öffnen und dir sagen, dass ich dir ganz gehöre, so wie Maria dir ganz gehörte.
Vorsatz: Immer wieder Marias großen Satz wiederholen und auf mich anwenden: "Ich bin eine Magd/ein Diener des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast."