Dienstag,
24. Februar 2026
Dem Vater entgegengehen
24. Februar 2026
Dienstag der ersten Woche der Fastenzeit
Hl. Matthias, Apostel
Fest
P. Anton Vogelsang LC
Joh 15,9-15
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, was ihr ihn in meinem Namen erbittet. Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.
Einführendes Gebet: Himmlischer Vater, wenn ich heute ins Gebet trete, reinige mein Herz und lehre mich, mit Aufrichtigkeit zu dir zu sprechen. Entferne den Lärm in mir, der mich von deiner Gegenwart ablenkt. Hilf mir, nicht mit vielen Worten zu beten, sondern mit Vertrauen, Demut und dem Wunsch, deinen Willen zu tun.
Bitte: Jesus, sanft und demütig von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen.
1. Beten lernen wie Kinder des Vaters. Die Fastenzeit ruft uns zu einer tieferen Umkehr, und heute lädt Jesus mich ein, zu überprüfen, wie ich bete. Gebet besteht nicht aus vielen Worten oder festen Formeln, sondern aus einem vertrauenden Herzen, das weiß, dass es zu einem Vater spricht, der unerkannt sieht und liebt. Diese Zeit lädt mich ein, meine Beziehung zu Gott zu erneuern, indem ich mit Einfachheit, Aufrichtigkeit und kindlichem Vertrauen bete.
2. Das Herz des christlichen Gebets. Gott stellt das Vaterunser in den Mittelpunkt: seinen Namen, sein Reich, seinen Willen. In der Fastenzeit lerne ich, meine Bitten weniger um mich selbst kreisen zu lassen und mich stattdessen Gott zu öffnen. Wahres Gebet formt mein Herz so, dass ich das wünsche, was Gott wünscht. Jedes Mal, wenn ich spreche: "Dein Wille geschehe", mache ich einen neuen Schritt der Umkehr.
3. Vergebung als Voraussetzung des Gebets. Jesus lehrt, dass mein Gebet untrennbar mit meiner Bereitschaft zum Vergeben verbunden ist. Die Barmherzigkeit, die ich von Gott erbitte, muss zur Barmherzigkeit werden, die ich anderen schenke. Die Fastenzeit bietet mir die Gnade, Groll loszulassen, alte Wunden freizugeben und den Vater nachzuahmen, dessen Vergebung reich und unverdient ist. Wenn ich vergebe, schaffe ich Raum dafür, dass mein eigenes Herz heil werden kann.
Gespräch mit Christus: Herr, ziehe mich in eine tiefere Gemeinschaft mit dir. Lehre mich, so zu beten, wie Jesus es mich gelehrt hat – einfach, ehrlich und mit einem vergebungsbereiten Herzen. Möge mein Gebet mein Handeln formen und meine Beziehungen verwandeln, damit ich deine Barmherzigkeit in der Welt widerspiegele. Amen.
Vorsatz: Heute werde ich mir fünf Minuten der Stille nehmen, um das Vaterunser langsam zu beten und bei jeder Zeile innezuhalten, damit ihr Sinn mein Herz berührt – besonders beim Ruf zur Vergebung.