Samstag,
7. Februar 2026
Platz für andere in meinem Herzen schaffen
7. Februar 2026
Samstag der vierten Woche im Jahreskreis
Br. Marcelo Castro LC
Mk 6,30-34
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.
Einführendes Gebet: Jesus, wir wollen bei dir ausruhen und lernen, die Bedürfnisse der Menschen mit Mitgefühl zu betrachten.
Bitte: Hilf uns, unser Herz zu hüten und anderen mit Liebe zu begegnen.
1. Mit Christus ausruhen. Im Evangelium vom Donnerstag sandte Jesus die Jünger zur Mission aus; heute kehren sie zurück. Welche Gefühle bringen sie mit, wovon ist ihr Herz voll? Müdigkeit, Freude, Geschichten zum Erzählen, vielleicht Zweifel. Jesus lässt sie nicht allein: Er lädt sie ein, sich zurückzuziehen und bei ihm auszuruhen. Ein wunderschönes Bild: Nachdem man alles gegeben hat, muss man zum Herzen Christi zurückkehren, um neue Kraft zu schöpfen. Suche ich Momente, um gemeinsam in Familie zu beten? Nehmen wir uns Qualitätszeit, um Erlebtes zu teilen, zu danken und zuzuhören? Die Mission endet nicht mit der Aktion: Sie vollendet sich in der Begegnung mit Jesus.
2. Das Herz des Hirten. Jesus hätte sagen können: "Ich will jetzt bei den Meinen sein, ich brauche Ruhe." Aber sein Hirtenherz verschließt sich nicht. Er sieht die Menge und ist bewegt. Er betrachtet sie nicht als Last, sondern als Schafe ohne Hirten. Welch ein anderer Blick als der unsere, wenn wir müde sind! Jesus lehrt uns, dass wahre Liebe Prioritäten setzen kann: den anderen zu sehen, ohne den inneren Frieden zu verlieren. Habe ich diesen Blick in meiner Familie? Kümmere ich mich um die anderen, auch wenn ich erschöpft bin? Das Hirtenherz beginnt zu Hause: mit Liebe schauen, nicht mit Ungeduld.
3. Mit Liebe Lehren erteilen. Jesus empfindet nicht nur Mitgefühl, sondern er handelt danach: Er belehrt sie lange. Wahre Liebe bleibt nicht bei Gefühlen stehen, sie wird zu konkreten Gesten. Wie kann ich den Glauben zu Hause weitergeben? Es genügt nicht, ein paar Worte zu sagen: Man lehrt durch Beispiel, Geduld und gemeinsam verbrachte Zeit. Jesus zeigt uns, dass Mission und Lehre aus der Liebe geboren werden. Wenn ich will, dass meine Familie Gott kennt, muss ich selbst beginnen, mit ihm und nach seiner Lehre zu leben. Was kann ich heute mit meiner Haltung lehren? Vielleicht Gelassenheit, Dankbarkeit, ein einfaches Gebet.
Gespräch mit Christus: Jesus, heute wollen wir uns wie Jünger zu dir setzen, die von ihrer Mission heimkehren. Höre unser Herz: Wir teilen dir mit, was uns freut, was uns sorgt, was uns müde macht. Lehre uns, unsere Familie mit deiner Zärtlichkeit zu betrachten und die Anderen mit deinem Mitgefühl zu sehen, auch wenn wir erschöpft sind.
Vorsatz: Herr, schenke uns die Gnade, bei dir innezuhalten, um in deiner Liebe auszuruhen. Lass uns lernen, wie du zu lieben: mit Geduld, mit dem Blick des Hirten, mit konkreten Gesten, die Glauben und Hoffnung weitergeben.