Dienstag,
13. Januar 2026
Ein Wort, das Heil bewirkt
13. Januar 2026
Dienstag der ersten Woche im Jahreskreis
Hl. Hilarius, Bischof, Kirchenlehrer
Br. Raphael Meyer LC
Mk 1,21-28
In Kafárnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
Einführendes Gebet: Herr Jesus Christus, heute möchtest du durch dein Wort zu mir sprechen. Ich öffne dir jetzt mein Herz damit ich dir begegnen kann. Sprich du heute durch dein Wort zu mir. Ich möchte im Geist und in der Wahrheit beten und benötige dazu deine Gnade.
Bitte: Heiliger Geist, lass mich still werden in deiner Gegenwart, bete du in mir!
1. Über Jesus staunen. Da ist einer, der anders ist als diejenigen, die bis jetzt das Wort Gottes verkündet haben. Jesus ist ein Prediger, dem alle fasziniert zuhören, mehr noch. Es heißt, dass die Leute staunten. Man staunt über einen mit Sternen übersäten Nachthimmel, einen Sonnenuntergang, über jemanden, der den Mut hat, das zu sagen, was alle denken, während sich alle anderen nicht trauen. Wir staunen, wenn jemand etwas außerhalb der Routine, der Regel und der Normalität tut. Staunen heißt, dass einigen "die Kinnlade herunterfiel", als sie Jesus reden hörten. Was ist so anders an ihm? Was macht ihn zum leuchtenden Stern am Nachthimmel, während die Schriftgelehrten dunkel wie jede andere Nacht sind?
2. Wunder geschehen, wenn du sprichst. Die Predigt Jesu ist nicht nur neu in ihrem Inhalt, auch die Wirkung der Worte des Nazoräers ist neu. Seine Worte berühren nicht nur innerlich, sondern haben konkrete Auswirkungen. Wenn Jesus spricht, spricht dieselbe Stimme, mit der der Herr vor dem Beginn aller Zeit die Schöpfung aus dem Nichts ins Dasein gerufen hat. Er ist das Wort, der Logos, der erschafft, wenn er spricht. Auch beim Besessenen bleibt das Wort Jesu nicht ohne Wirkung. Jesus spricht, und treibt den Dämon aus. Wunder geschehen, wenn du sprichst, Herr.
3. Eine neue Lehre. Jesus geht vom selben Wort Gottes wie die Pharisäer aus. Auch er nutzt die Thora, das Gesetz der Juden, um zu den Menschen zu sprechen. Warum ist dann seine Predigt so anders als die der Pharisäer? Jesus legt das Wort Gottes auf andere Weise aus. Er spricht nicht nur über Regeln, die man haargenau so erfüllen muss, wie sie in der Schrift stehen. Er spricht von einer Thora, von einem Gesetz, das in die Herzen der Menschen eingeschrieben ist. Durch seine Worte bringt er Saiten zum Schwingen, die beim Zuhörer noch nie vorher angeklungen sind. Welche Saiten werden bei dir berührt? Welche Saiten bringt Jesus bei dir zum Schwingen, wenn du heute das Wort Gottes liest?
Gespräch mit Christus: Herr Jesus, wenn ich in der Stille dein Wort höre, kommt das zum Vorschein, was auf dem Grund meines Herzens liegt. Lass mich in die Tat umsetzen, was du mich durch dein Wort lehrst, und verwandle mich immer mehr in dich.
Vorsatz: Ich überlege: Wann habe ich zuletzt über Jesus und sein Wort gestaunt?