Mittwoch,
24. Dezember 2025
Liebe hat Tradition im Hause Davids
24. Dezember 2025
Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten – Christtag
Am Heiligen Abend
Dorit Wilke-Lopez
Mt 1,18-25
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immánuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.
Einführendes Gebet: In diesem kostbaren Augenblick halte ich inne und komme zu dir, dreifaltiger Gott. Ich habe auf Weihnachten hingefiebert, vielleicht gebacken, Geschenke verpackt, gekocht, eingekauft, den Baum geschmückt, und mitten in den Festvorbereitungen möchte ich jetzt still werden, alle Aktivitäten zur Ruhe kommen lassen und mich dem Geheimnis der Heiligen Nacht auf Zehenspitzen nähern. Jesus, ich bringe dir als Geschenk all meine Gedanken, meine Worte und Taten und mein ganzes Leben.
Bitte: Schenke mir im Tausch dafür eine innige Begegnung mir dir. Schenk du mir dich selbst.
1. Sohn Davids. Josef steckt in der Katastrophe seines Lebens. Seine Braut ist schwanger, und zwar nicht von ihm. Er ist vielleicht enttäuscht, eifersüchtig, gedemütigt, traurig und wütend. Aber Josef verzichtet auf die Rache, die ihm zugestanden hätte, weil er liebt. Wie König David einst auf die Rache gegenüber Saul und auch gegenüber seinem abtrünnigen Sohn Abschalom verzichtet hatte. Denn Josef ist aus dem Hause Davids. Er liebt und die Liebe ist ihm näher als der eigene Stolz. Liebe hat Tradition im Hause Davids. Deshalb will er Maria nur in aller Stille aus der Verlobung entlassen.
2. Von Herz zu Herz. Die Liebe verbindet Josef, den Sohn Davids, dermaßen mit Gott, dass er im Traum die göttliche Botschaft über das Kind von Maria empfängt. Die Herzensverbindung zu Gott ist so stark, dass er dem Traum glaubt und danach handelt, gegen alle eigene Logik.
3. "Ja!" Nicht nur ohne Marias "Ja", sondern auch ohne Josefs "Ja" würde Weihnachten ausfallen. Beide glauben Gott, ohne völlig zu verstehen, was da wie passieren wird. Sie hören hin, ge-horchen in Liebe und Vertrauen und setzen das Gehörte ohne Diskussionen um.
Gespräch mit Christus: Gott, Du willst mir heute Jesus schenken, der in meinem Herzen wohnen will. Gib mir die Haltung von König David und vom heiligen Josef: Lass die Liebe in meinem Herzen über die Gerechtigkeit siegen! So wie auch dein Vaterherz uns lieber den Sohn schenkt als unserem Untergang zuzusehen, auf den wir durch unsere Sünden zusteuern.
Vorsatz: Vater, kleide mein Herz mit Liebe und Vertrauen aus, damit Jesus darin geboren werden kann. Schenk mir heute noch eine gute Beichte, wenn ich es vor den Heiligen Tagen noch nicht geschafft habe.