Beim NET-Camp in Aura an der Saale entdeckten 25 Kinder das Leben des Apostels Paulus. Seine Botschaft begleitete sie beim Zeltbau, in der Schreinerei, bei einer Schatzsuche und im gemeinsamen Gebet
25 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren nahmen am NET-Camp in Aura an der Saale in Unterfranken teil. Zusammen mit den Betreuern und ehrenamtlichen Helfern umfasste die Gruppe 40 Personen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Tage stand der heilige Paulus. Seine Geschichte und seine Botschaft wurden in Gebeten, Katechesen, Spielen und verschiedenen Aktivitäten aufgegriffen.
Niemanden vorschnell abschreiben
Den Ausgangspunkt bildete die Wandlung des Saulus zum Paulus. Aus dem Verfolger der ersten Christen wurde ein Apostel, der das Evangelium weit über die Grenzen Israels hinaustrug. Seine Geschichte zeigte den Kindern, dass in jedem Menschen Potenzial steckt und niemand vorschnell abgeschrieben werden sollte. Vielmehr kommt es darauf an, das Gute im anderen zu sehen und zu fördern.
Ein Paulus-Video aus der Animationsserie „Superbuch“ brachte den Kindern wichtige Stationen aus dem Leben des Apostels näher. Wie aufmerksam sie zugeschaut hatten, zeigte sich beim anschließenden Kahoot-Quiz mit Preisverleihung.
Ein Zelt für die Gemeinschaft
Auch an den folgenden Tagen waren die Inhalte eng mit dem Programm verbunden. Beim gemeinsamen Zeltbau ging es nicht nur um Planen, Stangen und Schnüre. Das Zelt wurde zum Bild für Freundschaft und Gemeinschaft, aber auch für das innere Unterwegssein des Menschen. Zugleich lernten die Kinder eine Verbindung zur Eucharistie kennen: Das lateinische Wort „tabernaculum“ bedeutet „Zelt“. Im Tabernakel ist Christus gegenwärtig – Gott wohnt mitten unter den Menschen.
Training für den Glauben
Ein weiterer Tag stand im Zeichen der „Waffenrüstung Gottes“. Wie im Sport brauche auch der Glaube Training, Ausdauer und eine gute Vorbereitung. Das geistliche Schild schützt vor schlechten Einflüssen. Das geistliche Schwert richtet sich nicht gegen andere Menschen, sondern steht für die Nächstenliebe, mit der Christen am Reich Gottes mitbauen.
Bei einem Besuch in einer Schreinerei setzten die Kinder das Thema praktisch um und bauten eigene Schilde und Schwerter. Eine Walderlebnistour, eine Schatzsuche, der Besuch einer Ruine sowie eine Nachtwanderung mit Mutprobe ergänzten das Programm. Auch Sport und gemeinsame Spiele gehörten zum Campalltag.
Christus als innerer Kompass
Am letzten Tag diente ein Kompass als Bild für die persönliche Ausrichtung. Die Kinder lernten dabei nicht nur, wie sich eine Kompassnadel mithilfe eines Magneten beeinflussen lässt. Entscheidend war die Frage, welches Ziel ein Mensch anstrebt und woran er sich auf seinem Weg orientiert. Für Christen bedeutet das, in unterschiedlichen Lebenslagen auf Christus ausgerichtet zu bleiben.
Die Zeichen der Messe verstehen
Tägliche Gebete und die Feier der heiligen Messe gaben den gemeinsamen Tagen ihren geistlichen Rahmen. In seinen Predigten erklärte P. Martin den Kindern den Ablauf der Messe und die Bedeutung ihrer Zeichen. Außerdem gab es eine eucharistische Anbetung und die Möglichkeit zur Beichte, auf die die Kinder altersgerecht vorbereitet wurden.
„Das kommt bei Kindern und Erwachsenen an“
Wie gut die Inhalte bei den jungen Teilnehmern ankamen, berichtete Rosalinde Hornung, deren sieben Enkelkinder beim Camp dabei waren: „Sie haben sehr positiv berichtet – gerade auch davon, wie schön und erklärend P. Martin die heilige Messe gefeiert und die Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung gestaltet hat.“
Auch ihre drei Töchter und ihre Schwiegertochter nahmen an den Gottesdiensten teil. „Man spürt bei einem Priester die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten. Das kommt sowohl bei Kindern als auch bei uns Erwachsenen an und führt Menschen zu Jesus“, schrieb Hornung. Besonders gefreut habe sie, „wie begeistert meine Enkel und auch deren Mütter nacherzählen konnten, was P. Martin in der heiligen Messe gesagt hat“. Ihren Dank richtete sie zugleich an das gesamte Team „für die wertvolle Arbeit mit und für die Kinder“.













