Beim ECYD Extrem-Camp stellten sich Mädchen sportlichen Herausforderungen, probierten Neues aus und beschäftigten sich mit der Frage, wie Vertrauen auf Jesus Mut schenken kann.
Vom 23. bis 28. August drehte sich alles um Mut, Gemeinschaft und Glauben. Beim Klettern, Wakeboarden und Wasserskifahren testeten die Teilnehmerinnen ihre Grenzen aus. Geistliche Impulse, Gottesdienste und Gesprächsrunden luden sie dazu ein, sich mit ihrer eigenen Identität, ihren Entscheidungen und ihrem Vertrauen auf Gott auseinanderzusetzen.
Gewollt, geliebt und einzigartig
Zum Auftakt lernten sich die Mädchen bei gemeinsamen Aktivitäten kennen und feierten zusammen die Sonntagsmesse. In einem ersten Impuls sprach P. Martin Baranowski LC über den persönlichen Wert jedes Menschen: Jeder ist von Gott gewollt, geliebt und einzigartig. Auch Schwächen und Grenzen müssen demnach keine Hindernisse bleiben – in Gottes Händen können sie zu Stärken werden.
Dieser Gedanke griff das Motto des Camps auf: „Rise and Courage“ – erhebe dich und hab Mut. Dabei ging es nicht nur darum, äußere Herausforderungen zu meistern, die Mädchen wurden auch ermutigt, ihre Identität zu entdecken und ihre Entscheidungen zu hinterfragen. Statt andere zu kopieren, sollten sie den Mut entwickeln, als unverwechselbare Persönlichkeiten zu leben.
Hoch hinaus und quer über den See
Im Abenteuerwald Enderndorf setzten sie das Thema Mut gleich um: Auf verschiedenen Kletterparcours überwanden die Teilnehmerinnen Höhe, Unsicherheit und die eigenen Grenzen. Den Höhepunkt bildete eine doppelte „ZipLine“ über den See, auf der sie mit bis zu 60 Stundenkilometern über das Wasser sausten. Anschließend sorgte ein Bad im See für Abkühlung.
Eine weitere sportliche Herausforderung wartete im „Wakepark“, wo sich die Mädchen im Wakeboarden, Wasserskifahren und Kneeboarden versuchten. Auch wenn nicht alles auf Anhieb gelang, wagten sie den ersten Schritt und machten dabei eine wichtige Erfahrung: Wer etwas Neues ausprobiert, weiß nicht immer, ob es sofort gelingen wird – doch gerade dafür braucht es Mut.
„Fürchte dich nicht“
Wie Mut und Glaube zusammenhängen, zeigte Christoph von der Jugend 2000 in seinem Vortrag „Angst überwinden – mutig glauben“. Der Satz „Fürchte dich nicht“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel. An den Beispielen von Abraham, Maria, Paulus und den Aposteln wurde deutlich, wie unterschiedlich Menschen auf Gottes Ruf antworten – und was es bedeutet, ihm auch dann zu vertrauen, wenn der weitere Weg noch nicht absehbar ist.
Cosima griff diesen Gedanken in einem weiteren Impuls auf. Die Mädchen müssten noch nicht ihren gesamten Lebensweg kennen, erklärte sie. Sie dürften träumen, ihre Fragen und ihre innere Unruhe Jesus anvertrauen und gemeinsam mit ihm den nächsten Schritt wagen.
Fragen zu Glauben, Kirche und Leben
Bei einer offenen Fragerunde mit P. Karl Maurer LC erhielten die Teilnehmerinnen Gelegenheit, ihre eigenen Fragen einzubringen. Das Spektrum reichte vom Dienst von Mädchen in der heiligen Messe bis zu persönlichen Fragen über den Glauben und die eigene Lebensführung. P. Karl nahm sich Zeit, die Themen verständlich und im Gespräch mit den Mädchen zu behandeln.
Ein besonderer Eindruck blieb auch von einer gemeinsam besuchten Werktagsmesse. Die Mädchen waren überrascht, wie viele Menschen an einem gewöhnlichen Wochentag zusammenkamen, um Eucharistie zu feiern. So wurde für sie erfahrbar, dass Glaube nicht nur eine persönliche Angelegenheit ist, sondern von Gemeinschaft getragen wird.
Kreative Pausen und Zeit zum Auftanken
Neben den sportlichen Herausforderungen und geistlichen Impulsen blieb Raum für Kreativität und Erholung. Die Mädchen knüpften Freundschaftsarmbänder, bemalten Jutebeutel, backten Kuchen und spielten gemeinsam. Ein Nachmittag in der Therme und ein Filmabend boten Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen.
Auch die heiligen Messen und die Möglichkeit zum Empfang des Sakramentes der Versöhnung gehörten zum Programm. Auf diese Weise wechselten sich Action, persönliche Gespräche, gemeinsame Gebetszeiten und entspannte Stunden miteinander ab. Während des Camps entstanden neue Freundschaften; einige Teilnehmerinnen beschrieben die gewachsene Gemeinschaft als „große Familie“.
Stimmen der Teilnehmerinnen
Sophia (17) gefiel besonders die Verbindung von sportlichen Herausforderungen und geistlichen Impulsen. Sie nahm aus dem Camp mit, dass Stärke und Wissen allein nicht ausreichen: Entscheidend sei auch eine gute Verbindung zu sich selbst und zu Gott.
Anna (16) hob vor allem das abwechslungsreiche Programm und die gemeinsamen Mahlzeiten hervor.
Für Anna (15) war es besonders schön zu beobachten, wie die Mädchen über sich hinauswuchsen und den Mut fanden, Neues auszuprobieren. Die Gemeinschaft habe sich für sie wie eine „große Familie“ angefühlt.
Klara (13) sagte: „Ich fand am Extrem-Camp besonders gut die Gemeinschaft, die Art, wie alle miteinander umgegangen sind, und dass alle zusammen Spaß hatten.“
Auch die Hauptverantwortliche Anna (23) beobachtete, wie die Gruppe im Laufe des Camps zusammenwuchs: „Die Mädchen konnten körperliche und persönliche Grenzen überwinden, Neues wagen und dabei entdecken: Über sich hinauszuwachsen bedeutet nicht, alles allein schaffen zu müssen. Jesus geht jeden Schritt mit. Man hat gemerkt, wie die Mädels immer mehr zu einer starken Gemeinschaft zusammengewachsen sind.“













