Mut im Sturm

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Das „GetStrong“-Zeltwochenende des Regnum Christi im Allgäu motivierte die Teilnehmer zu entschlossenen Taten.

Ein idyllischer Hügel im Allgäu wurde zum Schauplatz eines besonderen Abenteuers: 20 Jungen des „GetStrong“-Teams trafen sich zu einem Zeltwochenende voller Gemeinschaft, Glauben und Herausforderungen. Doch schon der Start machte dem Motto des Wochenendes alle Ehre. Wegen heftiger Regenfälle musste der Beginn von Freitagabend auf Samstagmorgen verschoben werden. Kaum angekommen, kämpften die Teilnehmer beim Zeltaufbau mit starken Windböen – eine erste Bewährungsprobe zum Thema des Wochenendes: MUT – Männlich, unerschütterlich und tapfer.

Für die Heilige Messe errichteten die Jungen im Schutz des Waldes aus Ästen und Steinen einen einfachen Altar, den sie mit Gräsern und Blumen schmückten. Mitten in der Natur entstand so ein würdiger Ort der Begegnung mit Gott.

Nach einem stärkenden Mittagessen, das die Jungs über dem Lagerfeuer zubereiteten, stand ein Geländespiel auf dem Programm. An verschiedenen Stationen waren Orientierungssinn, Geschicklichkeit und Teamgeist gefragt. Begleitet wurde die Gruppe von Br. Luca Giacometti LC aus Südtirol, der die Teilnehmer mit der Gestalt des heiligen Josef vertraut machte.

Josef ist in der Bibel kein Mann großer Worte, sondern ein Mann entschlossener Taten. Sein Mut zeigt sich nicht im Heldentum nach außen, sondern in seiner Treue zu Gott und seiner Verantwortung für Maria und Jesus. Als Gott ihn im Traum aufforderte, Maria zu sich zu nehmen, vertraute er ohne Zögern. Als Gefahr drohte, floh er mit seiner Familie nach Ägypten und stellte deren Schutz über seine eigenen Pläne. Josef lehrt, dass wahre Männlichkeit nicht aus Stärke allein besteht, sondern aus Glauben, Verlässlichkeit, Demut und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Seine Standhaftigkeit, sein Gottvertrauen und sein stiller Mut wurden für die Jungen zu einem inspirierenden Vorbild.

Den Abschluss des Tages bildeten die eucharistische Anbetung und das gemeinsame Nachtgebet unter freiem Himmel.

Die Nachtruhe auf Isomatte und im Schlafsack wurde unerwartet unterbrochen: Ehemalige GetStrong-Teamleiter starteten einen nächtlichen Überraschungsangriff und versuchten, die GetStrong-Fahne zu stehlen. Doch ihr Plan scheiterte. Als friedliche Versöhnung wurden die „Angreifer“ am nächsten Morgen kurzerhand zum Frühstück eingeladen.

In einer offenen Gesprächsrunde tauschten sich die Teilnehmer anschließend mit P. Martin darüber aus, wo im Alltag Mut, Standhaftigkeit und Tapferkeit gefragt sind. Dabei blickten sie auf biblische Gestalten, die diese Tugenden beispielhaft gelebt haben.

Bei der abschließenden Heiligen Messe im Zelt erklärte P. Martin die Bedeutung des Wortes „Tabernakel“. Das deutsche Wort stammt vom lateinischen „tabernaculum“ und bedeutet übersetzt „Zelt“. „So wie Gott sein Volk im Offenbarungszelt durch die Wüste begleitet hat, so bleibt er uns heute in der Eucharistie nahe, um uns auf unserem Weg zu führen“, erklärte er.

Zum Abschluss dankten die Teilnehmer für die gemeinsame Zeit, die neuen Erfahrungen und den starken Teamgeist. Einer der Jungen brachte es mit einem Schmunzeln auf den Punkt: „Jetzt weiß ich meine festen vier Wände und mein Bett noch viel mehr zu schätzen.“

Weitere Informationen zu „GetStrong“ finden Sie online hier!

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