86 Jugendliche aus Österreich und Deutschland verbrachten die Kar- und Ostertage 2026 in Rom. Liturgie, Gebet, Beichte, geschichtliche Orte des Glaubens und die Gemeinschaft des ECYD prägten die Fahrt.
Die Reise führte 45 Burschen und 41 Mädchen des ECYD Österreich und Deutschland mit zwei Bussen nach Rom, an einen der zentralen Orte der katholischen Kirche und verband die Feier der Liturgie mit geistlicher Vertiefung, geschichtlichen Zugängen und gemeinsamer Zeit in der Gruppe.
Schon zu Beginn der Fahrt war die Erwartung unter den Jugendlichen spürbar. Viele freuten sich auf die Tage in Rom, auf das gemeinsame Unterwegssein und den Höhepunkt am Ostersonntag auf dem Petersplatz. Unter dem Leitwort „Back to the Roots“ ging es zugleich darum, den eigenen Glauben an den Ursprüngen der Kirche neu in den Blick zu nehmen.
Ziel der Fahrt war es, den Leidensweg Jesu nicht nur liturgisch mitzufeiern, sondern ihn auch geistlich und geschichtlich tiefer zu betrachten. Dazu gehörten etwa der Besuch der Scala Santa, Einheiten zum Turiner Grabtuch und die Begegnung mit Orten, die von der Geschichte der frühen Kirche erzählen. Zugleich sollte die Fahrt die Gemeinschaft unter den Jugendlichen aus Österreich und Deutschland stärken.
Die Karwoche bewusster mitfeiern
Im Mittelpunkt der Tage standen die Liturgien der Karwoche. Viele Jugendliche nahmen die Feiern unmittelbarer wahr, weil sie im Laufe des Aufenthalts neue Zugänge zur Symbolik, der Bibel und den Abläufen fanden. Was im Kirchenjahr oft vertraut wirkt, bekam in Rom eine größere Intensität: der Kreuzweg, die Passion, die Stille des Karfreitags, die Dunkelheit der Osternacht und schließlich die Freude des Ostermorgens. Die Gottesdienste des Triduums feierten sie gemeinsam mit den Legionären und der ganzen RC-Familie.
Besonders die Osternacht blieb vielen Jugendlichen in Erinnerung. Die Feier mit ihren Zeichen in Dunkelheit und Stille eröffnete einen innerlichen Zugang zum Ostergeheimnis. Das Licht der Osterkerze, die Lesungen, das gemeinsame Gebet und die Feier der Auferstehung gaben dem österlichen Glauben eine konkrete Form.
Auch die Heilige Messe am Ostersonntag auf dem Petersplatz gehörte zu den prägenden Momenten der Fahrt. Gemeinsam mit tausenden Gläubigen und in Nähe zum Papst feierten die Jugendlichen den Abschluss in Rom.
Gebet, Anbetung und Beichte
Neben den großen gemeinsamen Feiern hatten auch die stillen Zeiten einen wichtigen Platz: Anbetung, persönliches Gebet und das Sakrament der Versöhnung gaben den Jugendlichen die Möglichkeit, nicht nur über Glauben zu sprechen, sondern ihn im Gebet, in der Stille und in den Sakramenten konkret zu erfahren.
Für viele spielte die Vorbereitung auf die Beichte eine besondere Rolle. Sie half, das eigene Leben neu in den Blick zu nehmen und konkrete Schritte zu setzen. Ein Teilnehmer beschreibt seine Erfahrung so: „Da habe ich gemerkt, dass Jesus mir immer verzeiht.“
Auch der Einkehrtag und die Nachtanbetung gaben vielen Jugendlichen Gelegenheit, persönliche Erfahrungen im Gebet zu machen. Ein Teilnehmer sagt: „Besonders beim Einkehrtag und bei der Nachtanbetung habe ich gespürt, wie sehr Jesus einen liebt und dass man immer und mit allem zu ihm kommen kann.“
Rom als Ort der frühen Kirche
Zum Programm gehörte auch das Erkunden der Stadt. Die Jugendlichen besuchten unter anderem den Petersdom und die Katakomben. Gerade diese machten die Geschichte der frühen Christen anschaulich und führten vor Augen, wie eng der Glaube der ersten Jahrhunderte mit Zeugnis, Gemeinschaft und Hoffnung verbunden war. Die Scala Santa gab Anlass, über den Leidensweg Jesu nachzudenken. Die Auseinandersetzung mit dem Turiner Grabtuch eröffnete einen weiteren geschichtlichen Zugang zur Passion.
Bei einer Stadtrallye entdeckten die Jugendlichen Rom auf andere Weise. In Gruppen lösten sie Aufgaben, orientierten sich in der Stadt und lernten verschiedene Orte kennen.
Gemeinschaft über die eigenen Gruppen hinaus
Die Fahrt lebte auch vom Miteinander der Jugendlichen. Durch bunt gemischte Teams bei Aktivitäten, Gesprächen und Aufgaben kamen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich und Deutschland miteinander in Kontakt. Viele kannten sich vorher nicht oder nur flüchtig. Die Tage in Rom boten Gelegenheit, neue Freundschaften zu knüpfen und die Gemeinschaft des ECYD über die eigene Gruppe hinaus zu erleben.
Sport, freie Zeit und gemeinsame Wege durch die Stadt ergänzten das Programm. Gerade zwischen den offiziellen Programmpunkten entstanden Gespräche, Begegnungen und Momente, die für viele zum Charakter der Fahrt beitrugen.
Ein Teilnehmer beschreibt diesen Eindruck: „Die anderen haben einen richtig gut aufgenommen. Das ist halt die Gemeinschaft von ECYD.“














































