Beim NetChallenge-Agentencamp in Leichlingen entdeckten 19 Jungen zwischen acht und elf Jahren spielerisch, was in der Heiligen Messe geschieht, warum sie so wertvoll ist und wie Glaube, Abenteuer und Gemeinschaft zusammengehören.
Auf Entdeckungsreise!
„Wie ein Agent Informationen sammelt und auswertet und tiefer blickt, so können wir auch im Glauben Neues entdecken, Gott besser kennenlernen und tiefer verstehen, was er uns sagen will“, führte P. Raphael Ballestrem LC die Jungs in das Thema ein. Gemeinsam mit vier jungen Teamleitern und weiteren drei Erwachsenen begleitete der das Ostercamp.
Was in der Heiligen Messe geschieht
Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Camps lag auf der Frage, was in der Heiligen Messe eigentlich geschieht. Im ersten Vortrag wurde das an konkreten Erfahrungen festgemacht: Wer würde Jesus nicht gern Geschichten erzählen hören, mit ihm sprechen, Vergebung der Sünden empfangen, ein echtes Wunder erleben oder bei seinem Tod und seiner Auferstehung dabei sein?
„All das ist in der Heiligen Messe gegenwärtig. Im Schuldbekenntnis bitten die Gläubigen Jesus um Verzeihung ihrer Sünden. In der Lesung und im Evangelium will er persönlich zum Menschen sprechen. In der Wandlung geschieht das Wunder, dass Brot zum Leib Jesu und Wein zu seinem Blut wird. Zugleich wird in der Messe das Geheimnis von Tod und Auferstehung Christi gegenwärtig.“
Für Caspar bekam die Messe dadurch eine neue Bedeutung. „In diesen Tagen habe ich gelernt, dass wir in der hl. Messe so viel vom Leben Jesu miterleben. Das ist richtig cool. 10/10.“
Zwei Fragen für den Blick in die Bibel
Ein zweiter Vortrag griff eine Erfahrung auf, die viele Kinder und Erwachsene kennen: Biblische Texte sind nicht immer leicht zu verstehen. Um den Jungen einen einfachen Zugang zu eröffnen, arbeiteten die Verantwortlichen mit zwei „Agentenfragen“.
Die erste lautete: Was erfahre ich in dieser Bibelstelle über Gott oder über Jesus? Die zweite: Was soll ich tun? Wozu inspiriert mich diese Stelle? Mit diesen beiden Fragen lernten die Teilnehmer, Lesungen und Evangelien nicht nur anzuhören, sondern aufmerksamer zu lesen und auf das eigene Leben zu beziehen.
„Wer genau hinschaut, entdeckt mehr. Wer die richtigen Fragen stellt, beginnt Zusammenhänge zu erkennen“, ermunterte P. Raphael die Jungs
Training für Aufmerksamkeit, Bewegung und Köpfchen
Auch im übrigen Programm zog sich das Thema durch das Camp. Beim Agententraining waren Aufmerksamkeit, Geschicklichkeit und Teamfähigkeit gefragt. Die Jungen meisterten Geschicklichkeitsparcours, probierten Stationen wie Sackhüpfen aus und ließen sich auf Aufgaben ein, die nicht nur Bewegung, sondern auch Konzentration verlangten.
Dazu kamen Übungen, die besonders gut zum Motto passten: Geheimschriften, unsichtbare Tinte und erste Erfahrungen mit Morsezeichen. Viele Jungen merkten schnell, dass ein Agent nicht nur schnell, sondern auch wachsam und klug sein muss.
Ein Blick hinter die Kulissen
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch bei der Polizeistation in Leverkusen. Dort erhielten die Jungen einen Einblick in den Alltag der Polizei und konnten vieles aus nächster Nähe kennenlernen. Auto, Motorrad, Polizeiweste, Helm und Handschellen durften sie nicht nur anschauen, sondern auch ausprobieren.
Bei einer Führung durch das Präsidium erfuhren sie, wie die Arbeit der Polizei organisiert ist. Vor allem aber konnten sie ihre vielen Fragen stellen. Die Offenheit der Beamten machte diesen Programmpunkt für die Kinder besonders lebendig.
Zum Abschluss ging es auch an den Schießstand. Dort erklärten die Polizisten sehr deutlich, dass der Einsatz einer Waffe nichts Beeindruckendes oder Erstrebenswertes sei. Sie sagten den Jungen: „Als Polizist schießen zu müssen ist nichts Schönes. Wir hoffen, dass es nie dazu kommt. Wir müssen das immer wieder üben und auffrischen, in der Hoffnung, dass es nie gebraucht wird.“
Gemeinschaft und viel Action!
Neben den inhaltlichen Einheiten und besonderen Ausflügen blieb viel Raum für Spiel und Bewegung. Fußball, Laufspiele und Wikinger-Schach gehörten ebenso zum Campalltag wie ein Lagerfeuerabend mit Stockbrot und Würstchen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch im Trampolino in Hilden. Dort sprangen, kletterten, rutschten und tobten die Jungen nach Herzenslust. Augustin erinnert sich besonders gern daran: „Für mich war der Besuch in der Trampolinhalle ein Highlight. Da konnten wir toben, springen, klettern, rutschen. Das hat mir viel Spaß gemacht.“
Mit einer Medaille Freude schenken
Einen besonderen Schritt nach außen wagten die Teilnehmer beim Verschenken von Muttergottes-Medaillen in der Fußgängerzone. Für manche kostete es zunächst Überwindung, auf fremde Menschen zuzugehen. Doch mit der Zeit wuchs die Freude an dieser Aktion.
Viele der Beschenkten reagierten dankbar, und die Jungen merkten, dass ein kleines Zeichen des Glaubens Menschen berühren kann. Gregorio brachte diese Erfahrung auf den Punkt: „Das Medaillenverschenken war richtig gut, weil wir den Leuten eine Freude gemacht haben.“
Agentenprüfung zum Abschluss
Am Ende des Camps stand eine Agentenprüfung. Dabei zeigten die Teilnehmer noch einmal, was sie in den Tagen gelernt und erlebt hatten. Danach erhielt jeder Junge seinen eigenen Agentenausweis.



















































