Am 23. September 2026 empfing Pedro Francisco Hernández Hernández LC in der Kathedrale von Tlalnepantla in Mexiko die Diakonweihe. Erzbischof José Antonio Fernández Hurtado spendete ihm das Weihesakrament. Angehörige, Freunde, Legionäre Christi und Mitglieder des Regnum Christi begleiteten die Feier. Auch P. Joachim Richter LC, Oberer seiner Gemeinschaft in Deutschland, war angereist.
„Trotz all meiner Fehler und Schwächen nimmt Gott mich in seinen Dienst.“ Mit diesen Worten schloss der neugeweihte Diakon Francisco Hernández LC die Feier seiner Diakonweihe in der Kathedrale von Tlalnepantla. Seine Worte berührten die versammelten Gläubigen: Er sprach von seiner Berufung nicht als einem persönlichen Erfolg, sondern als einem Weg, auf dem er im Bewusstsein seiner eigenen Grenzen gelernt hat, Gott zu vertrauen.
Ein Weg, den andere mittragen
Für den Erzbischof war die Weihe eine Begegnung mit einem vertrauten Menschen: Er hatte Pedro bereits bei dessen Taufe, Erstkommunion und Firmung begleitet. Für den neuen Diakon selbst wurde das Ausstrecken auf dem Boden während der Allerheiligenlitanei zum intensivsten Augenblick der Feier. Dabei seien ihm die Menschen und Erfahrungen in den Sinn gekommen, die seinen Berufungsweg geprägt hätten.
Im Rückblick betont Pedro besonders die Unterstützung seiner Familie. Berufung versteht er als einen Weg, auf dem er täglich neu lerne, Gottes Stimme wahrzunehmen.
Unerwarteter Aufbruch nach Deutschland
Wie herausfordernd dieses Hören sein kann, beschreibt Pedro in seiner Berufungsgeschichte im L-Magazin (Ausgabe 03/2026). Zum Ende seines Theologiestudiums 2022 habe ihn die Angst vor einer falschen Entscheidung davon abgehalten, um die Diakonweihe zu bitten.
Dann sei am Vorabend von Pfingsten unerwartet der Gedanke an Deutschland aufgetaucht. Nach Gesprächen mit seinem Oberen wandte er sich an Territorialdirektor P. Valentin Gögele LC. Er erhielt die Möglichkeit, nach Deutschland zu kommen – ohne Deutschkenntnisse und mit offenen Fragen.
Der Anfang fiel ihm schwer. Sprache, Alltag und Seelsorge waren ungewohnt; vieles überforderte ihn. Gerade darin habe er jedoch Gottes Einladung erkannt: „Du musst nicht alles klar haben. Es genügt, mir zu vertrauen.“
Auch die Begleitung von Kindern und Jugendlichen veränderte seinen Blick. Ihre Lebensfreude, ihre Offenheit und ihr Wunsch nach Freundschaft hätten ihn selbst viel gelehrt. Er erfahre, dass er in der Seelsorge ebenso empfange, wie er gebe. Seine Bereitschaft zum nächsten Schritt fasste er schließlich so zusammen: „Herr, hier bin ich. Ich bin bereit.“
Berufung als Dienst verstehen
Pedro wurde 1991 in Tlaxcoapan im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo geboren. 2006 trat er in die Apostolische Schule der Legionäre Christi ein. Auf das Noviziat in Monterrey folgten Studium in Rom und Erfahrungen in der Jugendseelsorge in León, Mexiko. Seit 2022 arbeitet er in der Jugendarbeit des ECYD in Südostbayern und Oberösterreich mit.
Im Vorfeld seiner Weihe erzählte er auf der mexikanischen Webseite der Legionäre Christi, wie sich sein Verständnis des Priesterberufs verändert habe. Anfangs habe er darin vor allem ein Vorhaben gesehen, das von seinen eigenen Fähigkeiten abhing. Die Begegnung mit seinen Grenzen ließ ihn daran zweifeln, ob er diesen Weg fortsetzen könne. Allmählich habe er verstanden, dass die Berufung zuerst eine Einladung Christi und ein Dienst an der Kirche sei.
Geholfen hätten ihm Menschen, die zuhörten, verfügbar waren und seine Freiheit respektierten. Seine Antwort auf Gottes Ruf bringt er heute mit wenigen Worten zum Ausdruck: „Ich vertraue, hier bin ich.“
Mit der Diakonweihe beginnt für Pedro eine neue Etappe auf dem Weg zum Priestertum. Jungen Menschen, die nach ihrer eigenen Berufung fragen, gibt er mit: „Lernt Christus gut kennen und lasst euch von ihm lieben.“
Fotos und Video von der Diakonweihe
Auf dem YouTube-Kanal der Legionäre Christi in Mexiko finden Sie eine Zusammenfassung der hl. Messe als Video.
Auf dem „flickr“-Profil der Legionäre Christi finden Sie außerdem eine Foto-Galerie zur Diakonweihe.
(Redaktioneller Hinweis: Einige Zitate stammen aus dem Artikel auf der Webseite der Legionäre Christi in Mexiko und wurden auf Deutsch übersetzt, andere sind Originalzitate aus der Berufungsgeschichte im L-Magazin und wurden wörtlich übernommen. Die Urheberrechte der Fotos liegen bei den Legionären Christi in Mexiko.)